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Flugticketsteuer - Flugabgabe Österreich


Flugticketabgabe Österreich

Als es Ende 2010 galt, Budgetlöcher im österreichischen Staatshaushalt zu schließen, schielte die heimische Bundesregierung zum großen Nachbarn Deutschland und fand ebenso großen Gefallen an der neuen deutschen Luftverkehrsabgabe.

Diese wurde (auch bezüglich Beträge) folglich annähernd kopiert, via Flugabgabegesetz beschlossen und brachte für Abflüge aus Österreich ab 1.4.2011 einige neue Zusatzkosten mit sich:

Höhe der Flugticketsteuer bzw. Flugabgabe in Österreich

Für Flüge nach Europa zahlt man zusätzlich 7 Euro.

Für Mittelstreckenflüge (z.B. naher Osten, Afrika, näheres Asien) werden 15 Euro an den Fiskus abgeführt.

Für Langstreckenflüge (z.B. Australien, Nord- und Südamerika, China, weiter entferte Asiendestinationen) beträgt die Flugabgabe 35 Euro.

Die Ticketsteuer ist mit dem Ticketpreis zu entrichten.

Halbierung Flugabgabe ab 2018

Im Regierungsplan vom Jänner 2017 eine Änderung der Flugabgabe/Flugticketsteuer per 1.1.2018 geplant:

Sämtliche Abgaben werden 50% reduziert werden: Das sind dann 3,50 Euro für Europaflüge, 7,50 Euro für die Mittelstrecke und 17,50 Euro für die Langstrecke.

Flugabgabe - wer muss zahlen?

Die o.g. Gebühren gelten pro Person (Sitz) und pro Abflug aus Österreich. Für Transitpassagiere oder Transferflüge über Österreich wird keine Flugabgabe eingehoben.

Auch Kinder unter 2 Jahren (ohne eigenen Sitzplatz), Flugpersonal, Ausbildungsflüge und Flüge zu militärischen, medizinischen oder humanitären Zwecken sind von der Flugticketsteuer nicht betroffen.

Sinnvolle Flugsteuer?

Nachdem auf Flugtickets in Österreich keine Mehrwertsteuer bzw. auf Kerosin keine MÖSt. eingehoben wird, ist die Flugabgabe wohl eine ökologisch durchaus zu rechtfertigende Steuer.

Fairer wäre allerdings wohl eine Besteuerung via MWSt. oder MÖSt. auf Kerosin - bei der Flugticketabgabe wird alleine der Konsument und nicht der Anbieter (Fluglinie) besteuert. Sehr wohl hat die Flugticketsteuer allerdings auch leicht negative Auswirkungen auf die Konkurrenzfähigkeit der betroffenen Fluglinien - es darf damit sogar die Wirtschaftlichkeit für den Staat in Frage gestellt werden.

Die Einnahmen aus der Ticketsteuer betragen etwas über 100 Mio. Euro pro Jahr (ab 2018 dann ca. 50 Millionen Euro) - und liegen damit sogar leicht über den ursprünglichen Plan, was zu einer kleinen Korrektur nach unten führte. Trotzdem ist die Flugabgabe nahezu eine Bagatellsteuer, welche man wohl auch anderswo leicht hätte unterbringen können und welche früher oder später wohl abzuschaffen ist. Die Halbierung per 2018 ist wohl der erste Schritt dahin.

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Zuletzt verändert: 06. 11. 2017, 15h42