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Mineralölsteuer


Wissenswertes über die Mineralölsteuer in Österreich

Auch wenn Österreichs Autofahrer raunzen: Die Mineralölsteuer (MÖSt.) ist (im europaweiten Vergleich) in Österreich ziemlich niedrig. Und trotz laufender Erhöhungen der MÖSt. ist der Verkauf von Treibstoffen für KFZ für Österreichs Finanzministerium immer noch ein ziemlich gutes Geschäft.

Sehr wohl wurde diese Verbrauchsabgabe für Diesel und Benzin in den letzten Jahrzehnten des öfteren nach oben angepasst - mittlerweile sind Treibstoffe an Österreichs Tankstellen aber trotzdem günstiger als in fast allen Nachbarländern Österreichs.

Daraus resultiert ein sehr hoher Tanktourismus (nicht nur im Sommer, wenn sich die Autoschlangen durch Österreich in den Süden wälzen), welcher auch für den heimischen Staatshaushalt zu einer einträglichen Quelle geworden ist. Wohl auch zum Ärger einiger Nachbarländer - vor allem seitens Deutschland, wo Diesel und Bezin in der Regel noch deutlich teurer ist.

Ca. 20% bis zu einem Drittel der verkauften Treibstoffe an heimischen Tankstellen werden dem Tanktourismus zugerechnet. Und hier stehen nicht nur die Einnahmen aus der MÖSt. zu Buche - über Gewinnbesteuerung von Mineralölkonzernen und vielen Arbeitsplätzen gibt es eine Zusatzrendite für den heimischen Staatshaushalt.

Auf der Sollseite steht eine katastrophale Klimabilanz Österreichs - denn die CO2-Emissionen werden hier natürlich Österreich zugerechnet...

Mineralölsteuer Österreich

Die Mineralölsteuer beträgt derzeit (Stand 2017) pro Liter Diesel (schwefelfrei und Bio-Anteil) 0,397 Euro (Andere: 0,425 Euro).

Pro Liter Benzin (schwefelfrei und Bio-Anteil) beträgt die Steuer 0,482 Euro (Andere: 0,515 Euro).

Heizöl mit einem Schwefelgehalt von höchstens 10 mg pro kg wird mit 0,098 Euro pro Liter versteuert.

Erhöhungen der MÖSt. wurden zuletzt 2011 durchgeführt - 6 Cent beim Diesel und 4,8 Cent bei Benzin (beide inkl. MWSt.) wurden draufgeschlagen. Derzeit sieht es eher danach aus, dass der Diesel (als größerer "Stinker") bald deutlich stärker belastet wird.

Rund 4,3 Milliarden Euro nahm Österreich 2016 durch die MÖSt. ein - dies schwankt natürlich ein wenig mit den Benzin- und Dieselpreisen mit, ist aber für den Finanzminister immer ein recht kalkulierbarer Betrag...

Der Steueranteil (insgesamt) pro Liter Benzin beträgt demnach etwa 52% bis 57% (Diesel oder Benzin), der Rest entfällt auf das Produkt und nur ca. 2% verbleiben dem Tankstellenbesitzer bzw. Tankstellenpächter. Diesen sollten Sie demnach nicht die Schuld an der nächsten Treibstoffpreiserhöhung geben...

Mineralölsteuer (Energiesteuer) Deutschland

Warum nicht nur Touristen aus Deutschland gerne an heimischen Tankstellen Halt machen, sondern auch Bewohner von Grenzregionen gerne einen Tankstop einlegen, ist leicht erklärt:

Die Energiesteuer (=die Mineralölsteuer in Deutschland) für Benzin lag (Stand 2017, seit 2003) bei 65,45 Cent pro Liter Benzin (also rund 17 Cent mehr) - und bei 47,04 Cent pro Liter Diesel (also ca. 7 Cent mehr als in Österreich).

Die Unterschiede an der Zapfsäule können also gut und gerne nach wie vor zwischen 10 bis 30 Cent pro Liter liegen.

Noch ein Tipp für Tanktouristen: Wenn Sie in Österreich günstig tanken möchten, sollten Sie keinesfalls eine Tankstelle an einer Autobahn (Autobahnraststätte) aufsuchen - diese Tankstellen verlangen nämlich in der Regel ca. 15-20 Cent/Liter mehr. Da lohnt sich der Tanktourismus dann eher nicht.

Nachdem Österreich noch immer ein sehr dichtes Tankstellennetz hat, könnte man die Autobahn kurz verlassen und in deren Nähe eine Tankstelle aufsuchen - da ist mit der Ersparnis vielleicht sogar (je nach Tankinhalt) ein Essen drin...

Die Geldmarie würde übrigens (auch wenn es dann wohl in Österreich etwas teurer wird) eine europaweit harmonisierte MÖSt. begrüßen - wäre einfach fairer und würde den (unnötigen und unökologischen) Tanktourismus beenden.

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Zuletzt verändert: 04. 04. 2017, 17h11