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Die Geldmarie

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Tabaksteuer


Wissenswertes über die Tabaksteuer in Österreich

Eine der wesentlichsten Verbrauchssteuern ist die Tabaksteuer. 1,78 Mrd. Euro sammelten sich zuletzt (Daten aus 2015, Tendenz ob Steuererhöhungen zuletzt trotz Absatzstagnation steigend) unter diesem Titel im Staatssäckl Österreichs. Die Tabaksteuer erbringt demnach nach der Mineralölsteuer (MÖSt.) die zweithöchsten Einnahmen aus einer Verbrauchssteuer.

Auch wenn die Preise für Zigaretten im europäischen Vergleich sogar schon recht günstig geworden sind - die Tabaksteuer wurde in den letzten Jahrzehnten laufend erhöht. Ob diese Maßnahme zur Abnahme des Raucheranteils beiträgt, ist allerdings weiterhin heftig umstritten. Ein höherer Preis von Zigaretten begünstigt aber jedenfalls den Schmuggel bzw. den Auslandseinkauf von Tabakwaren - höhere Tabaksteuern führen demnach nicht unbedingt auch zu Mehreinnahmen für das Staatssäckl.

Darüber hinaus führt die Diskussion über die Tabaksteuer auch zwangsläufig zur Frage, ob die Tabaksteuer die Kosten für Gesundheitsschäden von Rauchern bzw. Passivrauchern überhaupt trägt. Diverse Studien bringen in der Regel unterschiedlichste Ergebnisse...

Tabaksteuer Österreich

Die Tabaksteuer in Österreich besteht bei Zigaretten aktuell aus 2 Komponenten:

Fixkosten Tabaksteuer:

Pro 1.000 Stück wurden bis März 2016 45 Euro an den Fiskus abgeführt.
Vom 1.4.2016 bis 31.03.2017 beträgt der Fixbetrag 50 Euro pro 1.000 Stück Zigaretten.

Zu den Fixkosten der Tabaktsteuer kommt dann noch die variable Tabaksteuer hinzu:

Variable Tabaksteuer:

Diese betrug bis März 2016 40% vom Bruttoverkaufspreis ("Kleinverkaufspreis"),
ab 1.4.2016 sind es 39% des Bruttoverkaufspreises.

Die Steuersätze für Feinschnitt (Wuzeltabak, Drehtabak):

1.4.2015 bis 31.03.2016: 56% des Kleinverkaufpreises mindestens aber 80 Euro pro Kilogramm.

Ab 1.4.2016 bis 31.03.2017: 56% des Kleinverkaufpreises mindestens aber 90 Euro pro Kilogramm.

Ab 1.4.2017: 56% des Kleinverkaufpreises mindestens aber 100 Euro pro Kilogramm.

Bei Zigaretten liegt der Steueranteil bei über 75% des Verkaufspreises. Eine Preiserhöhung von 10 Cent beim Verkaufspreis bringt dem Staat theoretisch Mehreinnahmen von ca. 50 Millionen Euro pro Jahr - so sich das Raucher- bzw. Einkaufsverhalten (Erhöhung des Schmuggelanteils bzw. der Käufe im benachbarten Ausland) dadurch nicht verändert und damit die Steuererhöhung nach hinten losgeht.

Aufgrund der angestrebten Harmonisierung der Tabaksteuer in Europa (insbesondere um Schmuggelware aus billigen EU-Ländern zu vermeiden) gibt es seit 2011 einen EU-weiten Mindeststeuersatz. Dieser tangiert Österreich aber aktuell nicht - die heimischen Abgangen sind derzeit noch höher.

Aus EU-Ländern dürfen seit 2011 allerdings bis zu 4 Stangen Zigaretten (800 Stück) pro Person nach Österreich importiert werden - ein massives Problem für viele Trafikanten in Grenznähe (z.B. in Slowenien oder Kroatien sind Zigaretten noch deutlich billiger), welches sich 2016 wohl wieder etwas verstärken wird.

Auch 2016 und 2017 (siehe oben bei den Steuersätzen) ist mit Erhöhungen von 10 bis 20 Cent pro Packung zu rechnen. Selbst die günstigste Packung "Tschik" wird wohl bald locker 5 Euro kosten - was aber im europaweiten Vergleich noch immer nicht wirklich teuer ist...

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Zuletzt verändert: 15. 04. 2016, 12h17