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Die Geldmarie

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Kulanzzahlung


Wie Sie zu einer Kulanzzahlung kommen könnten

Es kann schon ärgerlich sein: Sie haben eine teure Versicherung abgeschlossen und dann deckt diese genau den Schadensfall nicht, der einige Zeit nach Abschluss der Versicherung eintritt.

Oder: Sie zahlen Jahr für Jahr Prämien und wenn Sie die Versicherung dann doch einmal benötigen, lehnt diese mangels Deckung den Schaden ab.

Oder..-oder...oder... - es kann viele Gründe geben, warum die Schadensabteilung einer Versicherung einen von Ihnen eingereichten Schaden ablehnt.

Und genau hier ist dann von Vorteil, einen persönlichen Kundenbetreuer und recht viele Verträge bei der betreffenden Versicherung zu haben (oder auch einen Makler, Agenten etc., der sich für Ihr Begehren einsetzt).

Denn eine Ablehnung eines Schadensfalls bedeutet noch nicht, dass Sie definitiv nichts kriegen!

Ab und an kann es natürlich auch in Schadensabteilungen Irrtümer und Fehlinterpretationen von Klauseln und Bedingungen geben - aber da ist die Hilfe eines fachkundigen Betreuers wohl schon vonnöten: Denn wer hat schon alle Versicherungsbedingungen im Kopf? Auch Ihr Betreuer wird oft nachlesen müssen. Oft kann der Betreuer auch intervenieren, sodass im Zweifelsfall (nicht alle Versicherungsfälle sind klar und eindeutig lösbar) voll oder teilweise gezahlt wird.

Zumeist werden aber ungedeckte Schadensfälle ganz einfach und klar abgelehnt: Weil diese in der betreffenden Versicherungspolizze einfach nicht versichert (und zumeist nicht einmal versicherbar) sind.

In solchen Fällen gibt es dann noch die Möglichkeit einer Kulanz.

Was ist eine Kulanz?

Eine Kulanz ist ein Entgegenkommen zwischen Vertragspartnern nach Vertragsabschluss und somit eine Maßnahme zur Kundenbindung.

Aber Vorsicht: Ihr Betreuer wird nicht bei jedem ungedeckten Schadensfall eine Kulanzzahlung vornehmen können. Die Modalitäten bei den Versicherern sind hier absolut unterschiedlich. Manche Versicherungen geben nahezu keine Kulanzen, die nächste Versicherung wieder in gewissen Sparten (beim KFZ sind Kulanzzahlungen äußerst selten), andere geben Kulanzen nur für Topkunden und nur unter gewissen Voraussetzungen.

Kulanzarten

  • Voller Schadensbetrag wird ohne weitere Bedingungen bezahlt (vor allem bei Kleinschäden)
  • Ein Teilbetrag (z.B. die Hälfte des Schadens) wird bezahlt
  • Kulanz nur bei Vertragsverlängerung (somit haben auch Versicherung und der Betreuer etwas von der freiwilligen Leistung)
  • Preis der Versicherung wird reduziert (als Entgegenkommen), Schadensfall wird nicht bezahlt
  • Teilbetrag des Schadens plus Entgegenkommen bei der Versicherungsprämie bei Vertragsverlängerung
  • Einschluss des nicht versicherten Risikos (Schadens) mit Mehrprämie - Volle oder teilweise Auszahlung des Betrages
  • Abschluss von anderen Versicherungen (z.B. Lebensversicherung) als freiwilliger "Deal"
  • Mischformen aus o.g. oder auch anderen Kulanzarten

Sie sehen schon - eine Kulanz kann äußerst unterschiedlich ablaufen. Sehr wesentlich ist natürlich immer die Schadenshöhe. Kontaktieren Sie (insbesondere, wenn die untenstehenden Punkte auf Sie zutreffen) einfach Ihren Versicherungsbetreuer: Fragen kostet nichts!

Häufig weiß Ihr Betreuer nämlich gar nichts vom abgelehnten Schaden: Also (trotz Ärger) höflich bleiben und an seine Kompetenz appelieren...

Wer könnte eine Kulanz bekommen?

Kulanzen werden natürlich nur an Kunden ausbezahlt, an denen die Versicherung interessiert ist. Und so hart das klingt: Wenn Sie pausenlos einen Versicherungsschaden haben (also viel mehr kosten als Sie einzahlen) und dann noch um eine Kulanz anfragen, wird diese kleine Frechheit wohl kaum Erfolg bringen.

Kulanzen sind für gute Kunden gedacht, die über Jahre hinweg gesehen nur wenige oder gar keine Schäden hatten. Wenn da einmal vor Jahren ein Großschaden dabei war, wird dies kein Problem darstellen (dafür sind Versicherungen ja da) - und Sie werden vielleicht trotzdem eine Kulanz erhalten.

Versicherungen sehen sich seit vielen Jahren genau an, ob der Kunde für Sie ein guter Vertragspartner ist. Stammkunden mit wenig Schäden und vielen Polizzen bei der gleichen Assekuranz haben also sehr gute Chancen auf eine Kulanzzahlung. Kunden mit vielen (lästigen, weil kostenintensiven) Kleinschäden eher nicht, denn die widersprechen dem Versicherungsgedanken (der Versicherungsgemeinschaft) und verursachen nur Ärger und Kosten.

Aber zumeist wissen die Versicherungskunden ja sowieso, wieviel Schäden sie die letzten Jahre gehabt haben bzw. wieviel Prämie sie einbezahlt haben (die Versicherungssteuern bzw. motorbezogene Versicherung immer wegrechnen - die kriegt nicht die Versicherung!).

Die Geldmarie meint: Eine Kulanz für gute Kunden ist durchaus angebracht. Also im Zweifelsfall den Betreuer fragen. Der dazugehörige Schadenfall sollte aber zumindest in der Nähe eines Versicherungsfalles sein und eine entsprechende Polizze sollte bestehen.

Wenn Ihnen z.B. das Auto abbrennt und Sie mangels Kaskoversicherung beim Unfallversicherer anfragen, wird die Kulanzchance wohl eher gering sein;-)

Zuletzt verändert: 18. 10. 2018, 11h46