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Die Geldmarie

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Schadenfreiheitsbonus


Bonus bei Schadenfreiheit

Es liegt im Naturell einer Versicherungsgemeinschaft, dass viele Versicherungsnehmer hauptsächlich in diesen virtuellen Gemeinschaftstopf einzahlen und einzelne Versicherten deutlich mehr aus dem Topf rausnehmen als sie eingezahlt haben. Liegen diesen Schäden auch klar versicherte Risken zugrunde, gibt es dagegen ja auch gar nichts einzuwenden.

Und doch ärgern sich viele Versicherungsnehmer, dass sie pausenlos nur einzahlen - und eigentlich (fast) nie etwas von der Versicherung erhalten - wer da auch noch dazu vermutet, dass so mancher Versicherungsnehmer der Versicherungsgemeinschaft ziemlich teuer kommt, liegt wohl auch nicht so falsch.

Auf Versicherungskunden mit wenig (oder gar keinen) Schäden freut sich natürlich jede Versicherung - auch wenn dies im Vorfeld einer Vertragserrichtung noch nicht klar sein kann bzw. darf: Mit nur einem Großschaden (der allen passieren kann) kann das schon wieder ganz anders aussehen.

Sehr wohl kann man aber "brave" Zahler von Versicherungen auch belohnen - die Versicherungsinstitute haben sich diesbezüglich schon einige Möglichkeiten einfallen lassen.

Rückvergütung durch Versicherung

Bei vielen Versicherungen gibt es seit vielen Jahren auch schon Bonusmodelle: Wer über einen exakt definierten Zeitraum keinen Schaden verursacht bzw. unter einer festgelegten Schadenobergrenze bleibt, kassiert von der Versicherung einen vereinbarten Prozentsatz der Prämie.

Dieser Bonus kann einerseits ausbezahlt werden oder auch der nächstfälligen Folgeprämie abgezogen werden - ganz nach Vereinbarung.

Liegt eine solche Vereinbarung vor, spricht man vom "Schadenfreiheitsbonus".

Ein Schadenfreiheitsbonus kommt zum Beispiel bei folgenden Versicherungssparten vor: Autoversicherung (Haftpflicht und Kasko), Haushaltsversicherung, Krankenversicherung, Betriebsversicherung, Ärzteversicherung etc.

Bei manchen Versicherungen ist diese Bonusvariante nicht automatisch dabei sondern muss extra (und kostenpflichtig) beantragt werden - was dann eine oft ziemlich schwere Rechenaufgabe darstellt...

Solche Modelle eines Schadenfreiheitsbonus werden aber nicht von allen Versicherungen angeboten - und das muss nicht unbedingt ein Nachteil sein...

Schadenfreiheitsbonus nicht immer notwendig

Bietet eine Versicherung einen Schadenfreiheitsbonus an, ist das natürlich primär sehr verlockend.

Bedenken Sie aber, dass eine Versicherung diesen Bonus natürlich in die Versicherungsprämien miteinkalkulieren muss. Es wäre demnach nicht verwunderlich, wenn im Versicherungsvergleich mit anderen Angeboten wesentlich günstigere Prämien (bei gleicher Leistung) resultieren. Der Bonus muss nämlich auch einmal verdient werden...

Versicherungen kalkulieren die Prämien ohnehin schon nach dem tatsächlichen Risko (plus Eigenkosten) - und in vielen Versicherungsbereichen ist ein eventuell vorhandenes Mehrrisiko sowieso teurer als die Normalprämie.

So sind gute Autofahrer mit dem Bonus-Malus-System ohnehin schon gegenüber Fahranfängern oder schlechten Autofahrern im Vorteil, kränkliche Menschen erhalten keine Versicherung oder nur eine mit Aufpreis, risikoreiche Berufe werden mit Prämienzuschlägen "bestraft" etc.

Die Versicherungsmathematik hat also solche Bonusmodelle durchaus einzubeziehen - ob daraus wirklich ein Vorteil resultiert oder ob nicht eine andere Versicherung (ohne Schadenfreiheitsbonus) günstiger wäre, ist dann eine andere Frage.

Langjährige (gute) Versicherungskunden werden darüber hinaus mit hohen Stammkundenrabatten (soweit möglich) belohnt oder erhalten auch leichter eine Kulanzzahlung (freiwillige Teil- oder Vollzahlung bei ungedeckten Schäden) als unbekannte Neukunden oder Kunden mit hoher Schadensquote. Letztere wirft eine Versicherung auch gerne raus.

Die Versicherungsprämien lassen sich auch mit hohen Selbstbehalten stark reduzieren: Bei KFZ-Versicherungen oder Haushaltsversicherungen sollten Kunden mit wenig oder gar keinen Schäden diese Varianten unbedingt in Betracht ziehen. Die Geldmarie ist ein großer Fan von hohen Selbstbehalten.

Oft ist es auch möglich, "Schnickschnack" aus der Versicherung auszuschließen: Der Glasschaden in der Haushaltsversicherung ist z.B. gar nicht so billig - und ist im Anlassfall selten mit extrem hohen Kosten verbunden. Auch so manche Zusatzpakete in der Kaskoversicherung sind für manche Menschen verzichtbar und sparen somit einiges an laufenden Kosten.

Dem Schadenfreiheitsbonus sollte man demnach unbedingt ins Maul schauen - auch wenn er noch so verlockend klingt!;-)

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Zuletzt verändert: 18. 10. 2018, 11h50