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Die Geldmarie

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Wrackbörse bei Totalschäden


Die Wrackbörse für Totalschäden

Es ist für viele Menschen anfangs oft etwas unverständlich: Wurde nach einem Versicherungsfall ein Totalschaden festgestellt, erwarten sich die Geschädigten zumeist die Auszahlung des Wiederbeschaffungswertes (Zeitwert) eines entsprechenden Autos.

Doch so einfach ist die Sache nicht: Zwecks Vermeidung von Bereicherung des Versicherten wird dem Wiederbeschaffungswert (Zeitwert) des KFZ noch ein etwaiger Restwert ("Wrackwert") abgezogen und erst der daraus resultierende Betrag steht dann als Auszahlungsbetrag ("Ablöse") zur Verfügung.

Wurde früher der Restwert noch von Sachgutachtern eigens geschätzt, so sind die meisten Versicherungen nun dazu übergegangen, den Restwert von Fahrzeugen bei klaren wirtschaftlichen Totalschäden via Wrackbörsen im Internet zu ermitteln.

Dadurch ersparen sich die Versicherungen einerseits einiges an Gutachterkosten - und andererseits werden durch die vielen Gebote für beschädigte Fahrzeuge durchaus hohe Angebote für Autowracks (welche natürlich auch noch fahrbereit sein können) erzielt.

Das beste Angebot der Internet-Wrackbörse wird dann nämlich vom Zeitwert des Fahrzeuges abgezogen - so ersparen sich Versicherungen (bei guten Geboten in der Wrackbörse) einiges an Entschädigungsleistungen.

Wrackbörse nicht verpflichtend

Viele Versicherungskunden sind nach einem Totalschaden oft durch das Angebot aus der Wrackbörse ziemlich verwirrt: Auch wenn die Reparatur eines Autos nicht mehr wirtschaftlich ist - so schnell mag man sich vom heißgeliegten alten KFZ (welches ja noch tadellos läuft und oft nur durch ein paar Dellen zum Totalschaden wurde) nämlich gar nicht trennen.

Muss man auch nicht: Die Annahme des Bestangebotes aus der Wrackbörse ist selbstverständlich freibleibend. In ca. 90% aller entsprechenden Schadensfälle wird das Fahrzeug auch nicht an den Bestbieter der Wrackbörse verkauft. Für die Versicherung ist die Ermittelung eines Restwertes über die Wrackbörse aber oft sehr einfach, kostengünstig und auch kostensparend.

Der Auszahlungsbetrag (Wiederbeschaffungswert minus Höchstgebot lt. Wrackbörse) wird bei Totalschäden leider zumeist nicht für eine kostendeckende Reparatur reichen - oft lohnt es sich aber, mehrere Werkstätten zu fragen. Einen deutlich höheren Restwert des beschädigten Fahrzeuges wird man durch Privatverkauf eher nur sehr selten erlösen können. Ein Unfall ist bei älteren Autosemestern somit fast immer sehr ärgerlich und mit Kosten verbunden - es sei denn, man lässt den Schaden nicht komplett reparieren oder findet eine extrem günstige Werkstatt.

Bevor Sie aber auf das Ablöseangebot der Versicherung eingehen, versuchen Sie eventuell auch noch andere Unkosten des Schadens (Taxikosten, Ummeldungskosten für neues KFZ, Autobahnvignette etc.) geltend zu machen - zumeist gibt es hier etwas Spielraum.

Kritiker dieser Internet-Restwertbörsen für KFZ behaupten, dass dadurch sehr viele Autos zur Reparatur ins benachbarte Ausland gehen und dann günstig (aber nicht immer gut) repariert wieder in Österreich auftauchen. Heimische KFZ-Werkstätten werden diese These deutlich unterstützen - können sie doch mit Mechanikerstunden von teilweise weit über 100 Euro kaum mit den billigen Nachbarländern (Ungarn, Slowakei, Tschechien) mithalten. Nur Qualitätsarbeit könnte hier als positives Argument in die Waagschale geworfen werden.

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Zuletzt verändert: 18. 10. 2018, 12h04