CMS Login
Unsere Werbedienste verwenden Cookies und geben über dich gewonnene Informationen auch an Dritte weiter.
Durch das Benutzen dieser Seite erklärst du dich damit einverstanden. Hinweis entfernen

Die Geldmarie

Das unabhängige Finanzportal

Tipps und Tricks rund um die Marie

Rubriken

Wunschkennzeichen


Rund um das Wunschkennzeichen

Bereits 1989 wurde es mit Pauken und Trompeten in die KFZ-Landschaft Österreichs eingeführt: Das Wunschkennzeichen. Und der Run auf die persönlichen Auto- und Motorradkennzeichen sollte auch nicht ausbleiben: Das Verkehrsamt und die Bezirkshauptmannschaften wurden geradezu gestürmt!

Denn gerade war man in Österreich der alten, schwarzen Kennzeichen verlustig geworden, welche für viele Kultstatus hatten und auch vielfach in den neuen Kennzeichen weiterlebten. So wurde (beispielsweise) aus W-701 in Schwarz dann ein (eher peinliches) W-W 701. Naja...

Auch nicht gerade unpeinlich war dann die Auswahl von Herrn und Frau Österreicher bezüglich Kennzeichen: W-MAUSI 1, G-OPA77, GF-SEPP 1 etc. (Beispiele) und viele ähnliche Genieblitze fuhren plötzlich in Massen durch die Gegend und verrieten so manches über ihr Alter, den Beziehungsstatus oder den Spender des Autos.

Aber auch Genieblitze kleinerer oder größerer Natur gab es: W-IEN 1, W-IESO 6, KO-ARL 1 oder DO-LM 1 & Co. Der Kreativität wurde nur durch Auflagen Einhalt gesetzt: Denn Wunschkennzeichen dürfen eigentlich keine lächerlichen oder anstößigen Buchstabenkombinationen beinhalten. Unter diesen Voraussetzungen wurde gerade die Zahl 6 am Ende des Kennzeichens sehr beliebt. Auch das englische "Two" kommt mit einem Zweier am Ende schon ab und an vor.

Und damit sind wir auch schon bei dem Teil, der die Freunde von Wunschkennzeichen wohl besonders interessieren wird:

Reservierung und Bewilligung Wunschkennzeichen

Die besten bzw. die populärsten Wunschkennzeichen sind wohl schon weg. Aber immer noch gibt es Raum für kreative Kombinationen.

Der Raum ist allerdings bei einigen Zulassungsbezirken auch begrenzt: Die Kombination beginnt immer mit der Abkürzung des jeweiligen Zulassungsbezirkes (laut Meldung). Motorradkennzeichen haben weniger Platz als die meisten Autokennzeichen, zweizeilige Kennzeichen sind auch etwas benachteiligt. 3 bis 6 Zeichen sind möglich.

Zuerst muss (zumindest) ein Buchstabe kommen; enden muss das Kennzeichen mit einer Zahl (können aber auch mehrere Zahlen sein). Buchstaben und Zahlen müssen in jeweils einem Block vorhanden sein, können also nicht gemischt werden (Sie können bestensfalls ein oder mehrere O ("OH") für einen Nuller (oder umgekehrt) verwenden.

Überlegen Sie sich primär Ihr Wunschkennzeichen und auch gleich einige Alternativen. Es gibt zwar noch immer keine klassische Online-Abfragedatenbank für freie Wunschkennzeichen (mangels Ansturm in den letzten Jahren wird's das wohl auch nicht so schnell spielen), aber sehr wohl einen kleinen Trick:

Auf der Homepage des Versicherungsverbandes (VVO) kann man online die Versicherung eines Unfallgegners herausfinden - vorausgesetzt, man hat sein Autokennzeichen. Geben Sie in diese Abfragemaske einfach ein fiktives Unfalldatum ein und testen Sie, ob Ihr Wunschkennzeichen derzeit zum Verkehr angemeldet ist. Es kann aber durchaus sein, dass das Kennzeichen schon reserviert ist und sich nur noch nicht auf einem Auto befindet - daher schadet es nicht, trotzdem über Alternativen nachzudenken.

Wenn Ihr Wunschkennzeichen klar ist, begeben Sie sich zu Ihrer lokalen Zulassungsbehörde (nicht aber zur Zulassungstelle!). Die Zulassungsbehörde ist in Wien das Verkehrsamt, in den Bundesländern ist es die Bundespolizeidirektion oder die Bezirksverwaltungsbehörde. Sicherheitshalber vorher Ihren Versicherungsberater fragen - denn den werden Sie wahrscheinlich ohnehin in Kürze benötigen...

Nach Einreichen des Antragsformulars vor Ort (dieses liegt auf bzw. ist auch im Internet zu finden) erhalten Sie dann nach Zahlung von 228,30 Euro (Stand 2018) eine Bestätigung für die Reservierung bzw. Bewilligung des Wunschkennzeichens. Vorausgesetzt ist natürlich, dass es das gewünschte Kennzeichen auch tatsächlich noch gibt und es auch der Prüfung auf Anstößigkeit & Co. standhält.

Bestellung Wunschkennzeichen

Mit der o.g. Bestätigung suchen Sie sich eine lokale Zulassungsstelle (gleichfalls den VVO-Link unten zur Suche verwenden) und bestellen dort das Kennzeichen. Die Kosten halten sich diesmal mit 21 Euro für die Kennzeichen durchaus im Rahmen.

Nach ca. 3 bis 5 Werktagen (je nach Produktionskapazitäten) ist Ihr Wunschkennzeichen vor Ort und kann ebendort entweder gegen die alten Kennzeichen ausgetauscht werden bzw. der Anmeldung eines neuen KFZ dienen. Vergessen Sie aber nicht, dass Sie auch die gesamten Fahrzeugpapiere mitnehmen - Sie erhalten z.B. einen neuen Typenschein und auch ein neues "Pickerl". Sicherheitshalber gleich bei der Bestellung des Wunschkennzeichens nach den erforderlichen Unterlagen fragen. Vorsicht bei Wechselkennzeichen - alles mitnehmen!

Wenn Ihr Versicherungsberater in die Transaktion nicht involviert war, teilen Sie diesem auch die neue Kennzeichenkombination mit - diese wird dann auch in der KFZ-Polizze geändert.

Gültigkeit Wunschkennzeichen

Ein Wunschkennzeichen ist personenbezogen, kann also nicht übertragen werden. Es ist also zu berücksichtigen, dass der Besteller des Kennzeichens später auch Zulassungsbesitzer ist. Bei einem Wechsel der Zulassungsbehörde (z.B. von Innsbruck nach Wien) kann das Kennzeichen nicht übertragen werden - Sie müssten schon ein neues Wunschkennzeichen einreichen.

Wunschkennzeichen gelten 15 Jahre ab Datum der ersten Zuweisung. Haben Sie das Kennzeichen nur reserviert, bleiben ab Reservierungsdatum nur 5 Jahre ab Bekanntgabe der Reservierung. Nach 15 Jahren erhalten Sie dann eine Zuschrift, mit welcher Sie Ihr Wunschkennzeichen dann kostenpflichtig wieder um weitere 15 Jahre verlängern können. Hiezu ist wieder ein Besuch bei der lokalen Zulassungsstelle erforderlich.

Der Spass der Verlängerung kostet Sie dann den sogenannten Verkehrssicherheitsbeitrag - dieser betrug zuletzt 214 Euro (200 Euro plus 14 Euro Verwaltungsgebühr).

Natürlich könnten Sie auch auf ein anderes Wunschkennzeichen umsteigen (Prozedere wie gehabt) bzw. auch auf normale ("billigere") Kennzeichen umsteigen: Das kostet dann nämlich nur 2 Kennzeichentafeln (21 Euro).

Wenn Sie ein KFZ kurzfristig abmelden (müssen) und Ihr Wunschkennzeichen dadurch nicht verlieren wollen, legen Sie dieses bis zur nächsten Anmeldung auf Depot. Beachten Sie aber auch hier die Fristen - ansonsten ist das Kennzeichen weg.

Falls Sie noch ein altes Wunschkennzeichen haben (ohne blaues EU-Symbol), ist ein Austausch ganz einfach: In der Zulassungsstelle nachbestellen und in 3-5 Tagen austauschen. Kosten: 21 Euro.

Geldmarie-Linktipps:

Facebook
Zuletzt verändert: 10. 04. 2018, 17h33