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Die Geldmarie

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Zahlen mit Quick


Quick - die elektronische Geldbörse der Vergangenheit

Neben Bankomatkarten (Maestro-Karten) und Kreditkarten erlebte lange Zeit auch die elektronische Geldbörse "Quick" einen starken Aufschwung (bis zur Einstellung Mitte 2017). Denn auch Quick bot den Verwendern bargeldlose Zahlung an (zumindest bis 31.7.2017) und entlastete deren Börserl in Sachen Gewicht um einigen Schotter.

Der wesentliche Unterschied: Wenn man eine Karte mit Quickfunktion hatte, war der darauf gespeicherten Betrag schon längst vom Konto abgezogen - bei der Bankomatkarte erfolgt die Abbuchung vom Konto bei der tatsächlichen Zahlung bzw. Abhebung, bei Kreditkarten einige Tage oder Wochen später.

Zumeist wurde die Quick-Funktion auf der Bankomatkarte verwendet - aber auch andere Kartentypen konnten mit einer Quick-Funktion ausgestattet werden. Auch Quick-Wertkarten (unabhängig von anderen Karten) waren erhältlich.

Der auf diese Karten geladene Saldo war wie Bargeld - und musste bei Verwendung (beim Zahlen) nicht mit einem Code abgesichert werden. Eine diesbezügliche Alternative (die sich auch für Auslandsaufenthalte eignet): Prepaid-Karten.

Via Quick wurden aber ohnehin zumeist nur kleinere Beträge geladen (oft 20 oder 50 Euro) - dies war bei Bankomaten, Ladeterminals in Bankfoyers, aber auch direkt am Bankschalter (bar) möglich.

Verwendung von Quick

Quick half nämlich primär bei kleineren bzw. schnelleren Zahlungen. Hier einige Verwendungsmöglichkeiten, wo man mit Quick zahlen konnte:

  • Schnellzahlung an der Supermarktkassa (ohne Codeeingabe)
  • Zigarettenautomaten
  • Parkscheinautomaten
  • Getränkeautomaten, Kantinen
  • Waschküchen
  • Fahrscheinautomaten
  • etc.

Wie man sieht: Quick eignete sich ideal zur raschen Zahlung von Beträgen, die oft an das Vorhandensein von Kleingeld ("Schotter") gebunden sind.

Quick gab es von 1996-2017 in ganz Österreich - diese Form der Bezahlung war ein weltweites Novum. Seit der Euroeinführung erlebte Quick einen großen Boom: Das Kleingeld wurde wesentlich mehr als bei der Schillingwährung - und man wollte nicht mehr so viel passendes Kleingeld herumschleppen.

Darüber war auch die erforderliche Altersidentifikation am Zigarettenautomat mit einer Bankomatkarte leicht möglich - bei dieser Gelegenheit konnte man Quick dann für eine bargeldlose Zahlung optimal verwenden. Wer die Schlange an der Supermarktkasse etwas verkleinern wollte, konnte mit einer raschen Quick-Zahlung dazu beitragen.

NFC löste Quick ab

Ab 2012 konnte man mit den manchen Karten kontaktlos zahlen: Bankomatkarte einfach an die PayLife Bankomat-Kasse halten und sekundenschnell ist ohne PIN-Code bzw. Stecken der Karte bezahlt. Diese Art von kontaktlosem Bezahlen wird auch "NFC" (steht für "Near Field Communication") genannt.

2013 begann der "Rollout" von NFC auch bei den normalen Bankomatkarten - bis 2016 waren dann fast alle Bankomatkarten mit NFC-Technik ausgestattet. Wer das kontaktlose Zahlen nicht nutzen möchte, kann die PayPass-Funktion übrigens deaktivieren lassen bzw. kostenlos eine neue Karte (ohne NFC-Funktion) beantragen.

Das kontaktlose Bezahlen via Paypass (NFC) ist auf 25 Euro pro Bezahlung limitiert, bis zu 5 Einkäufe in Folge können damit getätigt werden, dann ist aus Sicherheitsgründen wieder eine Eingabe des PIN erforderlich.

Aus für Quick mit 2017, Entladen Quick

Nachdem der Rollout von NFC auf den Bankkarten bis Ende 2016 restlos abgeschlossen war, hatte Quick sein endgültiges Ablaufdatum:

Per 2017 (bis 31.07.2017) wurde Quick eingestellt. Bis Ende Juli 2017 konnte man noch aufladen und Quick verwenden - nunmehr ist Quick ein Geschichtsdetail der Bankkartenentwicklung.

Das Entladen der Karten war noch bis Ende 2017 bei Bankomaten möglich - aber auch darüber hinaus soll eine Rückerstattung von Restguthaben gewährleistet sein, falls Sie noch Geld auf der Karte haben, Kontakt mit der kontoführenden Stelle bzw. der Betreuung aufnehmen.

Zuletzt verändert: 22. 10. 2018, 10h17