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Die Geldmarie

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Kreditkarten


Die Kreditkarte effektiv verwenden

Lange Zeit galt in Europa die Verwendung einer Kreditkarte (und sei es nur einer "gewöhnlichen" Kreditkarte wie VISA oder Eurocard) als reine Angeberei. War es auch vielfach. Als in den späten 1980ern ein Arbeitskollege der Geldmarie eine Goldene Eurocard hatte (war für Normalbürger fast nicht zu bekommen, für brave Bankangestellte schon etwas leichter), war diese Karte tatsächlich noch ein unglaubliches Statussymbol, welches aber noch kaum Verwendung fand.

Erst als der bargeldlose Zahlungsverkehr schön langsam von den USA auf Europa abfärbte, der Konsumkredit und Kontoüberziehungen zum Alltag wurden, trat auch die Kreditkarte einen Siegeszug über das Bargeld an.

Anfangs noch eher eine mühsame Sache (man erinnere sich an die Ritsch-Ratsch-Geräte, durch die man die Kreditkarten zog) mit händischen Belegen, so funktioniert eine Zahlung mit Kreditkarte heute ziemlich mühelos: Karte in das Lesegerät legen, Beleg unterschreiben (bald nur noch mit Codeeingabe möglich - Umrüstung gerade im Gange), Kopie mitnehmen. Durch die Onlineverbindung bei der Zahlung wurde auch das Betrugsrisiko etwas gemindert - und Belege gehen auch nicht mehr so leicht verloren (zum Leidwesen der Zahlungspflichtigen, zur Freude der Unternehmer).

Und als dann der Einkauf via Internet (Bücher, CD's, DVD's, Tickets, Urlaub, Flugreisen etc.) auch noch populär wurde, waren die Kreditkarten nicht mehr aufzuhalten: Denn hier waren (und sind) sie das einfachste Zahlungsmittel. Und auch noch relativ sicher dazu.

Die nächste Generation der Kreditkarten steht auch schon in den Startlöchern: Kontaktloses Zahlen von kleineren Beträgen via Kreditkarte (NFC) ist bei allen neuen Karten schon möglich.

Kreditkartenfirmen im klassischen Sinn gibt es eigentlich sehr wenige: VISA, Mastercard (früher: Eurocard), Diners Club und American Express beherrschen den Markt. Natürlich gibt es nunmehr auch schon einige Kreditkarten von Unternehmen, die den bargeldlosen Einkauf in den eigenen Shops/Internetshops ermöglichen und die Abbuchung vom Girokonto etwas verzögern - dies sind aber keine klassischen Kreditkarten. Auch die sogenannten "Prepaid-Karten" (die man vorher via Konto aufladen muss) zählen mangels Kreditfunktion eigentlich nicht zu den Kreditkarten.

Seit 2015 ist die Kreditkartefirma JCB Balance auch mit einem Produkt in Österreich vertreten, die Karte des "Japan Credit Bureau" wird via card complete (VISA, Mastercard, Maestro etc.) abgewickelt.

Ungefähr jeder dritte Österreicher verfügt schon über eine Kreditkarte - Tendenz steigend. Die Kreditfunktion im ursprünglichen Sinn (4-8 Wochen bis zur Abbuchung vom Konto) ging zwar ziemlich verloren (zumeist wird schon innerhalb eines Monats abgebucht), dafür verwenden einige Kunden die Kreditkarte als zusätzliche Überziehungsmöglichkeit und heben sogar (mit hohen Kosten verbunden!) Bargeld mit der Kreditkarte ab. Davon rät die Geldmarie allerdings durchwegs ab.

Bei Vielfliegern, Reisenden, Geschäftsleuten & Co. ist die Kreditkarte mit Versicherungsschutz gleichfalls sehr beliebt. Wenn in einem gewissen Zeitraum (individuell bei Ihrer Kreditkartenfirma erfragen!) mit der Karte gezahlt wird, gibt es auch interessante Versicherungsleistungen. Teurere Karten ("Gold", "Platin" oder wie sie alle heißen), haben oft auch zusätzliche Annehmlichkeiten wie z.B. eine VIP-Lounge mit Essen und Getränken am Flughafen. Rechnen Sie sich einfach einmal die Notwendigkeit durch bzw. bezahlen Sie eben mehr für ein Statussymbol.;-)

Diese Zusatzleistungen von Kreditkarten variieren allerdings sehr massiv nach Kartentyp und Kreditkartenfirma. Oft sind es auch unnötige Doppelversicherungen, die der Karteninhaber ohnehin schon über die eigene Versicherung oder einem Autofahrerclub abgedeckt hat (Unfallversicherung, Krankenversicherung, Reiseversicherung etc.).

Lassen Sie sich über diese Versicherungsleistungen genau informieren - vielleicht reicht es ja auch, eine billigere Karte ohne Versicherungsschutz zu beantragen...

Solche "Halbpreiskarten" gibt es bei jedem Kreditkartenunternehmen. Auch für Familienmitglieder gibt es oft sehr günstige Angebote bezüglich Zusatzkarte. Hier mehr zum Thema: Kostenlose Kreditkarten

Woran verdient ein Kreditkartenunternehmen?

Die Kreditkartenfirmen verdienen mit den Kartengebühren nicht allzuviel. Sehr wohl aber mit dem Disagio und den Transaktionsgebühren ("Interchange-Gebühr"), welche sie den Händlern (Unternehmen) abnehmen, bei welchen mittels Kreditkarte bezahlt wird.

Diese Sätze betrugen früher zwischen 1% und 5% der entsprechenden Rechnung, wurden aber per September 2015 nach EU-Beschluss auf maximal 0,3% bei Kreditkarten bzw. max. 0,2% bei EC- oder Maestro-Karten gesenkt. Auch ein Fixbetrag von 5 Cent (so er die 2% nicht übersteigt) kann zur Anwendung kommen.

Für viele Unternehmen reduzierten früher diese Kosten die Gewinnspanne gewaltig - und trotzdem mussten sie aufgrund der Kundenwünsche die Kreditkartenzahlung anbieten. Für Internetshops ist die Kreditkarte schon fast zur Pflicht geworden - das EU-Parlament hat hier endlich ganze Arbeit geleistet und kann sich durch die höheren Beträge, welche über Kreditkartenzahlung abgewickelt werden, auch über mehr Steuereinnahmen freuen.

Die Möglichkeit, durch avisierte Barzahlung den Händler noch ein wenig runterzuhandeln, ist somit seit September 2015 nicht mehr besonders attraktiv.

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Zuletzt verändert: 04. 10. 2016, 14h12