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Golddukaten ÖsterreichGolddukaten in Österreich sehr gefragtDie Golddukaten sind in Österreich neben den verschiedenen Ausgaben von Goldenen Philharmonikern die beliebteste Anlegermünze in Gold. Während die Philharmoniker erst seit 1989 ihren Siegeszug bei Goldanlegern und Sammlern antrat, gibt es Golddukaten aber schon wesentlich länger. Insbesondere Golddukaten aus damals wichtigen Handelsstadt Venedig (ab dem Jahr 1284) verbreiteten sich rasch über Europa (und dann darüber hinaus). Venezianische Dukaten blieben dann viele Jahrhunderte im Umlauf und sind heute begehrte Sammlerware. Auch in anderen Regionen wurden ob der großen Beliebtheit als Zahlungsmittel (wobei die Dukaten nicht immer offiziell als Zahlungsmittel zugelassen waren) immer wieder Golddukaten geprägt. Auch in Österreich wurden Golddukaten ab dem 16. Jahrhundert geprägt - besonders alte Stücke sollte man unbedingt von mehreren Stellen taxieren lassen und keinesfalls zum aktuellen Goldpreis verkaufen! Technische Daten und Sorten von GolddukatenInsbesondere die einheitlichen Maße und der gleiche Feingehalt der Dukaten trugen sehr zur Beliebtheit dieser Münzen bei - auch wenn darauf kein Nennwert (keine Währung, keine Nominale) vermerkt war: Ein Golddukat war eben den Goldwert wert... Das Gewicht von einfachen Golddukaten betrug und beträgt 3,491 Gramm. Aufgrund des Goldanteils von 986/1000 resultiert daraus ein Feingewicht von 3,441 Gramm. Man spicht hier auch von 23,75 Karat - 24 Karat wäre Feingold. Die Größe dieser Münzen beträgt 19,75 mm. Geprägt wurden diese Dukaten in Österreich schon im 18. Jahrhundert - zumeist sind (neben den häufigen Nachprägungen) auch Stücke aus der Epoche von Kaiser Franz Josef im Handel. Solche Golddukaten sollte man auch keinesfalls zum Tagespreis verkaufen - der Sammlerwert (einige Beispiele weiter unten) liegt deutlich über dem aktuellen Goldpreis. Noch seltener findet man etwa Golddukaten mit Ferdinand I. oder Franz II. auf der Vorderseite der Münze. Golddukaten mit Prägejahr bis 1914 sind Originalprägungen, Einfach- und Vierfachdukaten mit Prägejahr 1915 (vorne Kaiser Franz Josef, hinten das Habsburgerwappen) sind Nachprägungen jüngerer Bauart und werden zum Tagesgoldkurs im Fachhandel (Banken, Münzhandel etc.) an- und verkauft. Zweifache Golddukaten gab es in Österreich auch, da aber von diesen Münzen keine Nachprägungen angefertigt wurden, sind die Zweifachdukaten (von 1790 bis 1804 geprägt) primär nur Sammlern bekannt, welche Höchstpreise für diese Münzen zahlen. Die "2 Dukaten" haben ebenfalls einen Feingehalt von 986/1000 Gold, ein Gewicht von 6,98 Gramm und ein Feingewicht von 6,882 Gramm. Sehr bekannt (unter anderem auch von protzigen Goldketten meist älterer Menschen) sind in Österreich auch die 4-fach-Dukaten. Auch diese wurden schon im 18. Jahrhundert geprägt und wie auch die einfachen Golddukaten (nach der eigentlichen Verwendung als Alternativzahlungsmittel) später (mit Jahreszahl 1915) nachgeprägt. Der vierfache Golddukat verfügt ebenso über einen Goldgehalt von 986/1000, wiegt 13,96 Gramm und hat damit ein Feingewicht von 13,764 Gramm bei einer Größe von 39,5 mm. Preise von GolddukatenNeuprägungen von Golddukaten sind im Fachhandel zum aktuellen Tageskurs erhältlich - zumeist haben Banken und Münzhändler diese sogar lagernd. Bei Kaufabsicht von größeren Mengen sollten sie aber vorher anrufen und dann vielleicht auch ein wenig beim Preis feilschen... Als Anlagemünze sind Golddukaten aber weniger geeignet als z.B. größere Philharmoniker oder Goldbarren. Auch wenn Golddukaten seit vielen Jahren von der Mehrwertsteuer befreit sind: Die Prägekosten machen die Münzen eher zu Geschenkmünzen. Besonders hat der Golddukat anlässlich Taufe, Geburtstag oder Weihnachten in Österreich Tradition - ob seiner raschen Konvertierbarkeit zu Geld ist der Dukat ein äußerst beliebtes Geschenk. So Sie ältere Golddukaten Ihr Eigen nennen dürfen, haben wir für Sie zwecks Vergleichsmöglichkeit in den Jahren 2011 und 2012 ein paar Auktionsergebnisse von Ebay zusammengestellt, welche Ihnen den Sammlerwert solcher älterer Dukaten einigermaßen aufzeigen soll. Zur Orientierung haben wir Ihnen (ganz oben) auch die damals geltenden Preise für Nachprägungen genannt; der Goldpreis lag in dieser Zeit zumeist zwischen 1.200 und 1.300 Euro pro Unze. Preise alte Golddukaten
Auszug - Listung der Golddukaten nicht vollständig! Die Originalprägungen erlösen also fast immer deutlich mehr als Nachprägungen (die natürlich auch aus Gold sind). Die Wertbestimmung ist aber oft etwas für Spezialisten - oft spielt auch die Prägestätte (und deren Auflage) eine gewaltige Rolle, aufgrund welcher Münzen eines Jahrganges grobe Preisunterschiede aufweisen. Bringen Sie alte Goldmünzen demnach unbedingt zu Fachleuten - insbesondere die Goldmünzen aus der Ära vor Kaiser Franz Josef (aber auch von vorher regierenden Kaisern). Die meisten Münzen im Handel sind aus dieser Ära - lassen Sie sich dabei nicht durch die unterschiedlichen Bilder des Kaisers beunruhigen: Der Kaiser hat lange regiert - erst bei den späteren Ausgaben trägt sein Bildnis auch einen Bart. Häufig findet man in Österreich noch Goldmünzen mit Nominale "Florin" (Fl.) bzw. Franken (Fr.) - es handelt sich dabei wahrscheinlich um Guldenmünzen in Gold. Mehr Informationen zu diesen finden Sie hier: Goldgulden Ebenso bekannt (und auch vielfach als Nachprägung vorhanden) sind die Goldkronen - mehr Infos hier: Kronen in Gold. Zuletzt verändert: 20. 05. 2012, 21h31
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