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Die Geldmarie

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Kreditsicherheiten


Sicherheiten für Kredite

Kreditsicherheiten erhöhen die Wahrscheinlichkeit für den Kreditgeber, dass er vom geleisteten Kredit bzw. Darlehen die Kreditsumme (plus Kreditzinsen) teilweise oder auch gänzlich zurückbekommt. Und das auch, wenn der/die Kreditnehmer während der Rückzahlungsphase ableben bzw. keine Zahlungen mehr leisten. Ein (zumindest angedeuteter) guter Wille seitens Kreditnehmer reicht nämlich oft als Sicherheit für Banken längst nicht mehr aus...

Hohe Bonität oft nicht ausreichend für Kredite

Menschen mit hoher Kreditwürdigkeit (regelmäßiges Einkommen, keine Vorschulden, keine negativen Erfahrungen mit Kreditrückzahlungen) sind mit notwendigen Sicherheiten bei kleineren Kreditwünschen oft gar nicht erst einmal konfrontiert.

Eine Kontoüberziehung oder ein Kleinkredit sind zumeist Blankokredite (ohne Sicherheiten), weisen daher aber auch oft die negative Eigenschaft auf, sehr teuer zu sein.

Je besser besichert ein Kredit ist, desto günstiger kann die Bank nämlich die Kreditzinsen gestalten - und Kontoüberziehungen oder Minikredite sind in der Regel unbesichert. Ab und an lässt die Bank bei Kleinkrediten einen Blankowechsel unterschreiben (bei höheren Krediten nach wie vor üblich), das war's dann aber schon.

Wird der Kredit nicht ordnungsgemäß rückgeführt, so bleibt der Bank noch immer eine Gehaltsexekution (der unpfändbaren Teile).

Fällt der Kreditwunsch aber höher aus, so sind fast immer Kreditsicherheiten beizubringen. Kreditsicherheiten, welche sehr unterschiedlich sein können:

Bürgen für Kredite

Schon bei mittelhohen Krediten ist es oft ratsam bzw. wird sogar von der Bank gefordert, einen Kreditbürgen beizubringen.

So dieser Bürge (oft Familie oder Mann/Frau) über eine ausreichende Bonität verfügt, reduziert sich für den Kreditgeber natürlich das Kreditausfallsrisiko deutlich - zahlt der Kreditnehmer nicht, versucht man sich beim Kreditbürgen schadlos zu halten.

Wiewohl Bürgschaften für Kredite die Kreditmöglichkeit erhöhen: Übernehmen Sie nicht eine solche Bürgschaft nicht blauäugig! Selbst gute Freunde sollte man hier zumeist abblitzen lassen - und auch in der Familie sind Bürgschaften natürlich mit Risiko (und später auch oft mit viel Streit) verbunden. Und es hat auch oft seine Gründe, warum der Kreditnehmer alleine keinen bzw. keinen wunschgemäß hohen Kredit erhält...

Nicht selten bürgen Firmeninhaber mit dem Privatvermögen für Firmenkredite, Eltern für Kinder oder Ehefrau für Ehemann (oder umgekehrt).

Pfandrechte für Kredite

Das Pfand in meiner Hand ist der Liebling der Banken. Wer etwas Verwertbares im Kreditfall verpfänden kann, tut sich zumeist bei höheren Kreditsummen deutlich leichter als ohne Kreditsicherheiten und erhält natürlich auch gute Konditionen (die man trotzdem noch vergleichen sollte).

Dabei kann es sich natürlich um sehr unterschiedliche Pfandrechte für die Banken handeln - von Grundstücken, Immobilien, Lizenzen, Forderungen, Einkommen, Zessionen, Waren, Wechsel bis hin zur Versicherung.

Versicherungen als Kreditsicherheit

Im Privatbereich werden sehr häufig Ansprüche aus laufenden Versicherungen verpfändet/vinkuliert. Bei Lebensversicherungen reduziert sich für die Bank das Ausfallsrisiko um die Ablebenssumme (plus dahin angefallene Gewinnanteile) - darüber hinaus kann die Bank auch bei Nichtzahlung der Raten auf das bereits auf dem Versicherungsvertrag angesparte Kaptial (plus Zinsen) zurückgreifen.

Auch Rentenversicherungen (Pensionsversicherungen) oder Riskoversicherungen eignen sich oft sehr gut als Kreditsicherheit. Gibt es gar keine vorhandene Versicherung, wird bei guter Bonität oft auch eine Kreditrestschuldversicherung (deckt den jeweils noch aushaftenden Betrag ab) herangezogen.

Beachten Sie bei Versicherungen, dass bei Abtretung oder Verpfändung die steuerliche Absetzbarkeit im Rahmen des Jahresausgleiches/der Einkommensteuererklärung wegfällt - auch wenn der Schaden wohl kein großer mehr ist und man (insbesondere bei Hypothekarkrediten) zukünftig ohnehin die Kreditkosten absetzen kann...

Auch Riskoversicherungen (reine Ablebensversicherungen) werden gerne als Kreditsicherheit verwendet - stirbt der versicherte Kreditnehmer dann während der Rückzahlung von Ratenkrediten, so übersteigt (im Gegensatz zu Kreditrestschuldversicherungen) die Ablebenssumme dann im Normalfall den Außenstand bei der Bank und auch die Erben kommen noch zum Zug (erhalten den Restbetrag). Risikoversicherungen sind allerdings auch etwas teuerer als Kreditrestschuldversicherungen.

Schon lange laufende Versicherungsverträge mit netten (theoretischen) Rückkaufswerten sind natürlich für Kreditgeber sehr begehrt - ab und an wird auch noch versucht, Kreditnehmer mit neuen Verträgen zu belasten. Wenn dies (im Einzelfall möglich) nicht wirklich sinnvoll und angemessen ist, sollte man davon aber eher Abstand nehmen - ein Kreditnehmer sollte nicht noch dazu (mit weniger hohen Zinsen) sparen MÜSSEN...

Eine Verpfändung/Abtretung von Kapitalversicherungen setzt natürlich deren vorher definiertes Bezugsrecht außer Kraft - läuft der Kredit ab, sollte man nicht vergessen, die Verpfändung zu löschen!

Selbiges gilt auch für (zugunsten der Bank) verpfändete Feuerversicherungen, Eigenheimversicherungen oder Kaskoversicherungen - nach Kreditablauf gleich die Verpfändungen/Abtretungen/Eigentumsvorbehalte streichen lassen.

Bei Bankkrediten oder Leasinggeschäften landet übrigens oft auch der Typenschein (Datenauszug aus der Genehmigungsdatenbank) bei der Bank oder der Leasinggesellschaft. Bei Autobelehnungen (Autopfandleihe) sieht das ähnlich aus (nur die Zinsen sind höher...).

Hypotheken und Verpfändungen

Eine auch sehr häufige Variante der Kreditbesicherung (insbesondere bei hohen Kreditsummen) sind Hypotheken.

Hier bieten Private oder Firmen (bzw. auch staatliche oder halbstaatliche Einrichtungen) zur Sicherheit für ihre Kredite Grundstücke bzw. Immobilien aller Art an. Das reicht vom Haus über den Acker, dem Garten, den Zweitwohnsitz, diversen Grundstücken bis hin zur Hypothek auf das Firmengebäude. Beim Hausbau mit Kreditfinanzierung (Wohnbaudarlehen, Hypothekarkredit etc.) ist der Eintrag ins Grundbuch fast Standard.

Natürlich kann man nicht nur Gebäude und Liegenschaften aller Art verpfänden - auch Forderungen (z.b. als Zession), Waren, Maschinen und Fahrzeuge, Wechsel (mit guter Bonität) oder auch Rechte (z.B. auf Patente, Tantiemen etc.) können verpfändet bzw. abgetreten werden.

Auch Bankguthaben, Sparbücher, Wertpapiere oder andere bewegliche Sachen können verpfändet werden - in solchen Fällen spricht man zumeist von einem Lomardkredit (leitet sich davon ab, dass in der italienischen Region Lombardei bereits im Mittelalter solche Kredite vergeben wurden).

Auch Schmuck, Edelmetalle (Gold, Silber etc.), Bilder, Antiquitäten etc. können als Sicherheit dienen - bei Pfandhäusern sieht man solche Gegenstände besonders gerne - bei Banken (auch mangels Lagerkapazitäten und selten vorhandener Schätzmeister) schon eher weniger.

Sicherheiten werden in der Regel immer mit einem Abschlag bewertet - immerhin können diese ja bei einer notwendig gewordenen Verwertung auch einmal weniger wert sein. Das gilt sowohl für Immobilien (wo der Abschlag geringer ist) als auch für Aktien (zumeist höherer Abschlag) oder Gold. Sparbücher (warum man die auch immer als Sicherheiten gibt - vielleicht ja der Vater für den Sohn etc.) sehen da schon deutlich besser aus.

Welche Sicherheiten auch immer Sie bieten können - je mehr es sind, desto günstiger sollte der Kredit werden. Vergleichen von Kreditangeboten macht immer Sinn!

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Zuletzt verändert: 22. 08. 2013, 18h15