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Die Geldmarie

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Jahressechstel - 13. und 14. Gehalt


Sonstige Bezüge - das Jahressechstel ist die Berechnungsgrundlage

Einige Bezüge (Einkommen) werden in Österreich steuerlich begünstigt behandelt. Besonders im Zusammenhang mit dem 13. und 14. Monatsgehalt dient das sogenannte Jahressechstel als Berechnungsgrundlage bzw. Grenze für die Besteuerung. Aber auch Sonderzahlungen wie Jubiläumsgeld, Dienstnehmerprämien, Belohnungen oder Bilanzgeld werden steuerlich als Sonstige Bezüge bezeichnet und mit dem begünstigten Lohnsteuersatz von 6% versteuert.

Berechnung des Jahressechstels

Gesamtbezüge dividiert durch die Anzahl der bisherigen Monate im Jahr (inklusive aktuelles Monat)= Durchschnittlicher Monatsbezug
Diesen multiplizieren Sie mit 12 (Monate im Jahr) und Sie erhalten den Fiktiven Jahresbezug
Diesen dann durch 6 dividieren und Sie haben das Jahressechstel errechnet.

Sonstige Bezüge werden (nachdem man die Sozialversicherung sowie einen Freibetrag von 620 Euro abgezogen hat) mit 6% versteuert, wenn das Jahressechstel die Freigrenze von 2.100 Euro übersteigt (Stand 2011/2012/2013/2014/2015/2016/2017). Unter der Freigrenze von 2.100 Euro erfolgt demnach keine Besteuerung.

Jahressechstelüberhang

Übersteigen sämtliche "Sonstige Bezüge" in Summe den Wert des ermittelten Jahressechstels, spricht man von einem Jahressechstelüberhang. Dieser Betrag (der Überhang) wird nicht mit 6% sondern mit dem normalen (höheren) Steuertarif versteuert.

13. und 14. Gehalt sehr umstritten

Insbesondere, wenn der Staatshaushalt in Schieflage geraten ist (zuletzt demnach häufiger), kommt die begünstigte Besteuerung des Jahressechstels immer wieder ins Gerede.

Da insbesondere Besserverdienende vom Jahressechstel besonders begünstigt sind, darf man über die soziale Ausgewogenheit (sowie auch die Existenz) des Jahressechstels durchaus diskutieren. Auf Dauer wird sich diese Begünstigung für Steuerzahler wohl nicht halten lassen - die "Solidarabgabe" (siehe unten) von 2013 bis 2016 war hier wohl nur ein Vorgeschmack auf eine allgemein höhere Besteuerung des 13. und 14. Gehaltes.

Darüber hinaus resultieren auch Benachteiligungen - so haben z.B. Bundesbeamte mit 4 Sonderzahlungen (statt 2) pro Jahr weniger vom Jahressechstel als z.B. ein Angestellter.

Weitere Informationen zum Jahressechstel bzw. zur steuerlichen Behandlung von "Sonstigen Bezügen" finden Sie beim Linktipp.

Solidarabgabe 13. und 14. Gehalt 2013 bis 2016

Im Zuge des Sparpakets 2012 wurde (vorerst befristet auf die Jahre 2013 bis 2016) ein höherer Steuersatz für Besserverdiener ("Solidarabgabe" oder "Solidarbeitrag" genannt) eingeführt.

Bis zu einem Jahreseinkommen von 186.000 Euro brutto wurde weiterhin mit 6% versteuert, über 186.000 Euro brutto dann mit 27 Prozent. Ab 361.000 Euro kommt dann ein Steuersatz von 35,75 Prozent zur Anwendung, ab einem Jahresbruttoeinkommen von 594.000 Euro sind 50 Prozent Steuer zu bezahlen.

Bei Selbständigen ist der 13. und 14. Gehalt der Gewinnfreibetrag von 13% des Jahresgewinnes. Auch hier gab es zwischen 2013 und 2016 Kürzungen:

Für Gewinne bis 175.000 Euro blieb der Gewinnfreibetrag bei 13 Prozent. Zwischen 175.000 und 350.000 Euro Gewinn pro Jahr wurde der Freibetrag auf 7 Prozent gekürzt. Für Gewinne zwischen 350.000 und 580.000 Euro/Jahr wurde der Gewinnfreibetrag auf 4,5 Prozent reduziert, ab 580.000 Euro fiel der Gewinnfreibetrag gänzlich weg.

Geldmarie-Linktipp:

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Zuletzt verändert: 02. 01. 2017, 14h48