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WohnbauanleihenAnleihen zur Schaffung von WohnraumEine interessante Alternative zu klassischen Staatsanleihen, Unternehmensanleihen (Corporate Bonds) oder auch zu anderen Erscheinungsformen von Anleihen sind Wohnbauanleihen. Streng betrachtet handelt es sich bei Wohnbauanleihen um Wandelschuldverschreibungen (welche den Käufern solcher Anleihen ein Umtauschrecht auf Aktien einräumen); tatsächlich wird diese Möglichkeit aber im Normalfall nicht beansprucht bzw. ist nicht vorgesehen. Die Erlöse aus solchen Anleihen müssen jedenfalls ausschließlich zur Schaffung von Wohnraum verwendet werden (gesetzliche Vorgabe). Steuer sparen durch WohnbauanleihenWährend im Normalfall fast alle Anleihen in Österreich einer 25%igen Besteuerung unterliegen, sind die Erträge aus Wohnbauanleihen bis zu einem Kupon von 4% p.a. steuerfrei (soweit die Erträge zu "Einkünften aus dem Kaptialvermögen" gehören und die Anleihen in einem Depot in Österreich gehalten werden). Nur Erträge von über 4% unterliegen anteilig der KESt. Und es wird gleich noch toller: Erwerben Sie eine Wohnbauanleihe in Ihr Depot in Österreich und behalten Sie dieses Wertpapier zumindest 10 Jahre lang, können Sie die Anschaffungskosten (welche hierzu dann geviertelt werden) im allgemeinen Sonderausgabentopf steuerlich geltend machen (Arbeitnehmerveranlagung, Einkommensteuererklärung). Werden diese Wohnbauanleihen aber innerhalb der 10-Jahres-Frist verkauft oder dem Depot entnommen, bedarf es einer entsprechenden Ersatzanschaffung (z.B. andere Wohnbauanleihen, junge Aktien oder auch Genussscheine). Ansonsten wird mit 30% nachversteuert. Wohnbauanleihen gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen (z.B. fixe oder variable Zinsen) und Laufzeiten (zumeist 10 bis 20 Jahre). Nahezu jede Bank bietet laufend solche Anleihen an. Besonders in Zeiten niedriger Zinsen sind Wohnbauanleihen bei Anlegern sehr beliebt - ohnehin schon schwache Zinsen werden zumindest nicht noch durch einen KESt-Abzug reduziert und der Steuervorteil in Sachen Sonderausgaben ist ebenso sehr häufig interessant. Risken von WohnbauanleihenWie jede Anleihe kann auch (zumindest theoretisch) die Anleihe einer Wohnbaubank Probleme mit der Rückzahlung von Zinsen und Kapital bekommen. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch ob der konservativen Veranlagung (Wohnbau) relativ gering - und z.B. kaum mit dem Risiko eines Corporate Bonds zu vergleichen. Liegt kein Fixzinssatz vor, können sich natürlich auch bei Wohnbauanleihen die Zinszahlungen ändern - achten Sie auf die entsprechenden Details. Auch ein kleines Kursrisiko ist vorhanden: Steigt das allgemeine Zinsniveau, wird man die Anleihen während der Laufzeit wohl unter 100% verkaufen müssen - nur wer das Laufzeitende abwartet, steigt wieder mit 100% (bzw. dem vereinbarten Tilgungskurs) aus. Kauf von WohnbauanleihenSo Sie bereits ein Wertpapierdepot haben, erkundigen Sie sich bei dieser Bank (oder auf deren Homepage) nach aktuellen Angeboten von Wohnbauanleihen. Im Normalfall werden solche Angebote seitens eigener Wohnbaubank vorhanden sein - oft fallen hier nämlich keine Kaufspesen an. Denn alle großen Banken haben auch eine eigene Wohnbaubank. Prüfen Sie diese Angebote, vergleichen Sie diese mit Konkurrenzangeboten und treffen Sie erst dann Ihre Kaufentscheidung. Zuletzt verändert: 14. 04. 2011, 09h00
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