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Die Geldmarie

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Freiwillige Höherversicherung


Höherversicherung zur staatlichen Pension

Was viele nicht wissen: Neben der staatlichen Pension und den diversen privaten Pensionsvorsorgen (siehe Versicherungsbereich) gibt es eine Möglichkeit, die staatliche Pension etwas aufzufetten - die freiwillige Höherversicherung zur Pensionsversicherung.

Grundlage dafür ist das Bestehen einer staatlichen Pflicht-, Weiter- oder Selbstversicherung und ein entsprechender Antrag beim staatlichen Pensionsträger.

Mit einer freiwilligen Höherversicherung erwirbt man -zusätzlich zum staatlichen Pensionsanspruch- den sogenannten "besonderen Steigerungsbetrag", welcher nach Pensionsantritt die staatliche Pension dann entsprechend der geleisteten Zusatzeinzahlungen erhöht.

Mögliche Beträge bei der freiwilligen Höherversicherung

Prinzipiell kann man die Beitragshöhe frei wählen - der jährlich mögliche Gesamtbetrag ist allerdings mit der jeweils geltenden doppelten monatlichen Höchstbeitragsgrundlage maximiert.
2016 waren das 9.720 Euro und 2017 sind es 9.960 Euro.

Sie müssen auch nicht laufend einzahlen - eine solche Höherversicherung kann z.B. auch nur in einem Jahr (einmalig) eingezahlt werden und dann wieder beendet werden. Auch laufende (z.B. monatliche) oder fallweise Einzahlungen sind möglich.

Durch die Einzahlung entsteht dann der besondere Steigerungsbetrag - also quasi die private Zusatzzahlung zur staatlichen Pension. Dieser ist ob Geschlecht bzw. aktuellem Lebensalter und Pensionsantritt natürlich individuell (ähnlich der Privatpension) - einige Rechenbeispiele finden Sie beim Linktipp (AK). Geleistete Beiträge aus vergangenen Jahren werden selbstverständlich laufend aufgewertet.

Ein wesentlicher Vorteil: Der jeweilige Steigerungsbetrag ist zu 75% steuerfrei - nur 25% davon werden gemeinsam mit der Pension versteuert. Die Beiträge zur freiwilligen Höherversicherung kann man auch (so man ob hohen Einkommen nicht in die Einschleifregelung fällt bzw. die Abzugsfähigkeit verliert) geviertelt als Topf-Sonderausgaben absetzen.

Die Auszahlung des Steigerungsbetrages erfolgt ab Pensionsantritt und zwar 14x jährlich gemeinsam mit der staatlichen Pension.

Verstirbt der Anspruchsberechtigte, gehen 60% des besonderen Steigerungsbetrags an die Witwe bzw. den Witwer - auch Waisen sind dann begünstigt.

Freiwillige Höherversicherung ja oder nein?

Prinzipiell ist die Möglichkeit der freiwilligen Höherversicherung eine durchaus interessante Variante, die staatliche Pension flexibel etwas aufzupeppen. Für Menschen mit Mindestpensionen (Gewährung einer Ausgleichszulage) ist die freiwillige Höherversicherung aber keinesfalls zu empfehlen - diese sollten (soweit irgendwie möglich) eher in eine Privatvorsorge investieren.

Bei Interesse lassen Sie sich von Ihrem Pensionsversicherungsträger ganz einfach ein paar individuelle Werte errechnen und lassen Sie sich bei offenen Fragen auch beraten!

Zur Orientierung: Ein 50-jähriger Mann erhält für eine Einzahlung von 1.000 Euro zum Pensionsantrittsalter von 65 ca. 135 Euro jährlich mehr, eine 50-jährige Frau zum Pensionsantrittsalter von 60 ca. 93 Euro jährlich zusätzlich.

Die Sicherheit des besonderen Steigerungsbetrages sollte jedenfalls gewährleistet sein - wenn der Staat diesen nämlich vielleicht einmal nicht mehr auszahlen kann, sind wohl auch private Zusatzversicherungen nicht mehr viel wert...

Wer mit dem Auszug am Pensionskonto nicht zufrieden ist: Unbedingt ansehen und den Versicherungsträger für Infos kontaktieren!

Auch eine für viele interessante Variante der Pensionsaufbesserung bzw. früherem Pensionsantritt: Der Nachkauf von Versicherungszeiten

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Zuletzt verändert: 02. 01. 2017, 21h00