Rubriken |
Inflationsrate ÖsterreichInflation in ÖsterreichDer Begriff Inflation leitet sich aus dem lateinischen ab - "Sich-Aufblasen", "Aufschwellen". Im Wirtschaftsbereich handelt es sich hiebei um einen laufenden, anhaltenden Anstieg des Preisniveaus. Vereinfacht gesagt: Es wird alles teurer - man erhält weniger Leistung für die gleiche Anzahl einer Geldmenge. In diesem Zusammenhang wird auch der Begriff "Geldentwertung" gerne verwendet. In Österreich wird auch der Ausdruck "Teuerungsrate" (anstatt "Inflationsrate") gerne verwendet, wenn es darum geht, dem Ding ein Maß in Prozent zu verleihen. Das Gegenteil von Inflation (welches allerdings nur ganz selten in Szene tritt) ist die Deflation. In Österreich wird dieser Wert monatlich durch die Statistik Austria (Link unten) erhoben. Die Erhebung der Inflationsrate erfolgt mithilfe eines sogenannten Warenkorbes, welcher den durchschnittlichen österreichischen Konsomenten und dessen aktuelles Einkaufsverhalten repräsentieren soll. Das kann man sich dann beispielsweise wie folgt vorstellen: Der Durchschnittsösterreicher / die Durchschnittsösterreicherin benötigt monatlich (willkürliches Beispiel):
Der Warenkorb setzt sich also aus allen möglichen Waren- und Gütergruppen zusammen, die Frau und Herr Österreicher konsumieren. Und zwar zu jenem Teil, wie sie auch den normalen Durchschnittshaushalt belasten. Da sich diese Gruppen laufend ändern, wird auch die Zusammensetzung des Warenkorbs laufend geändert. Um das Ganze noch zu perfektionieren, werden auch zu Personengruppen passende Warenkörbe zusammengestellt: Ein 90-jähriger Pensionist hat ein anderes Konsumverhalten wie eine 30-jährige alleinerziehende Mutter mit 2 Kindern... Diese Erhebung ist insbesondere interessant, wenn es politische Maßnahmen (Entlastungen, Förderungen etc.) für Bevölkerungsgruppen zu setzen gilt. Auch Waren- und Gütergruppen (z.B. Lebensmittel, Heizkosten etc.) lassen sich wunderbar via Inflationsrate vergleichen und bewerten. Die Inflationsrate drückt somit die Teuerung der Preise innerhalb der gleichen Waren- und Gütergruppe (Warenkorb) aus. Der Vergleich sollte primär zum Vormonat bzw. auch zum Vorjahr gezogen werden. Auch Jahresvergleiche und Saisonvergleiche (z.B. werden einzelne Warengruppen wie z.B. Obst und Gemüse in der Nebensaison immer teurer, dann aber wieder billiger) machen durchaus Sinn. Bei der persönlichen Bekämpfung der Inflationsrate gilt: Wenn Sie mit der Veranlagung täglich fälliger Gelder abzüglich Kapitalertragsteuer die Inflationsrate erreichen oder überbieten, sind Sie veranlagungstechnisch gut unterwegs. Historische Inflationsraten in ÖsterreichFinden Sie hier die Jahresinflation in Österreich der letzten Jahre:
Monatliche Inflationsraten Österreich 2011 - VPI
Geldmarie-Linktipp: Zuletzt verändert: 31. 01. 2012, 15h08
|
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||