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Ertragsrechnung einer Photovoltaikanlage


Kosten-Nutzen-Rechnung einer Fotovoltaikanlage

Interessiert man sich für den Kauf einer Photovoltaikanlage (auch "Fotovoltaik" wäre korrekt), so schwirren im Internet sowie bei diversen Fachleuten unterschiedlichste Angaben über die Kosten sowie den Ertrag von solchen Anlagen herum. Und tatsächlich ist die Kalkulation einer Photovoltaikanlage ziemlich individuell zu betrachten - allgemeine Angaben sollte man daher vor dem Kauf nur bedingt beachten. Nur ein maßgeschneidertes Angebot vom Fachbetrieb lässt eine nähere Rentabilitätsberechnung zu - und auch wenn man dann die Kosten kennt, ist eine solche Berechnung noch immer ziemlich schwierig...

Nachdem die Geldmarie die Photovoltaik zwecks Stromproduktion immer schon laienhaft interessiert hat, war dann beim eigenen Hausbau klar: Eine Photovoltaikanlage muss auf's Dach! Koste es (fast), was es wolle.

Die eigene Stromproduktion (und damit die teilweise Unabhängigkeit von Energieversorgern) für viele Jahre abzusichern war einfach zu verlockend und stand hier sogar deutlich vor der Berechnung der Sinnhaftigkeit einer solchen Anlage. Ja - selbst bei der Geldmarie setzt manchmal der Rechenstift aus und das Bauchgefühl siegt...

Da aber die Frage "zahlt sich eine Photovolaikanlage aus" immer wieder gestellt wird (und wohl auch zukünftig ihre Berechtigung hat), war es natürlich klar, dass ab Vorliegen der ersten Zahlen auch für die Leser unserer Seite mitgeschrieben wird. Finden Sie folgend Zahlen, Daten und Fakten zur Kosten-Nutzen-Rechnung einer mittelgroßen Photovoltaikanlage am Rande von Wien.

Lange Amortisationsdauer bei Photovoltaikanlagen

Nimmt man für die Photovoltaikanlage eine Lebensdauer von 25 Jahren an (was zumeist die Untergrenze bei den Schätzungen ist), ist ob der immer noch recht hohen Anschaffungskosten eine Amorisation erst nach vielen Jahren zu erwarten. Die Experten sprechen zumeist von 10 bis 15 Jahren - genau vorgerechnet wird dies aber selten...

Kein Wunder - es gibt unterschiedliche Standorte, unterschiedliche Verschattung der Anlagen, unterschiedliche Ausrichtung der Panele, unterschiedliche Anschaffungspreise, sehr unterschiedliche (und laufend andere) Förderungen, unterschiedliche laufende Kosten, unterschiedlichen Eigenbedarf von Strom (wichtig!), unterschiedliche Module sowie auch natürlich unterschiedliche Erwartungen bezüglich zukünftiger Stromkosten.

Die Errichtung einer Photovoltaikanlage ist demnach ein ziemlich schwer zu kalkulierendes Investment - wir haben den Schritt zum Stromproduzenten trotzdem gewagt. Schon alleine ob der Tatsache, im neuen Eigenheim eine stark stromverbrauchende "Luft-Wärme-Pumpe" (erzeugt das Warmwasser und heizt via Fußbodenheizung) installiert zu haben, sollte sich das Investment irgendwann rechnen. Denn beim Betrieb einer Photovoltaikanlage ist insbesondere der hohe Eigenverbrauch des selbst produzierten Stroms von Vorteil - die massenhaft ins Netz eingespeiste Energie bringt gar nicht einmal so viel (siehe weiter unten).

Aber lesen Sie selbst von Anfang an mit und sehen Sie ab und an einmal wieder vorbei - vielleicht (hoffentlich) können Sie die laufenden Zahlen früher oder später auch von der Sinnhaftigkeit einer Photovoltaikanlage überzeugen und Sie werden auch einmal Stromproduzent.

Im November 2011 haben wir jedenfalls unsere Photovoltaikanlage behördlich eingereicht, im Februar 2012 erfolgte dann die behördliche Genehmigung, Ende März 2012 wurde diese dann endlich auf's Dach montiert. Nach einem Probebetrieb bei Schönwetter musste die Anlage dann bis zur Zählermontage von Netzbetreiber Wien-Energie außer Betrieb genommen werden (sonst wäre der Stromzähler rückwärts gelaufen - was der Wien Energie weniger gefallen hätte), bei Schlechtwetter ging die Anlage dann Anfang Mai 2012 in Betrieb und speiste auch gleich kräftig ein.

Technische Daten Photovoltaikanlage

Unsere Photovoltaikanlage ist in Wien 22 "auf Dach" (nicht gebäudeintegriert) montiert. Es handelt sich dabei um eine 4,5 kWp-Anlage, welche im Osten Österreichs ca. 4.500 kWh pro Jahr Stromertrag erzielen sollte. Im Westen bzw. anderen Teilen Österreichs kann man mit einer ähnlich dimensionierten Anlage deutlich mehr Stromernte erzielen - zu viel Nebel im Herbst wie auch im Winter verhindern im Flachland des Ostens leider zumeist einen möglichen Mehrertrag.

Insgesamt befinden sich auf 2 Seiten unseres Walmdaches 18 Solarmodule (auch oft "Solarpanele, Photovoltaikmodule oder Photovoltaikpanele" genannt). 9 Module sind (ideal) gegen Süden ausgerichtet, 9 Module (subopimal) gegen Westen. Ideal wären natürlich 18 Stück gegen Süden - diesbezüglich war aber die vorhandene Dachfläche leider zu klein. Dafür gibt es kaum Verschattungen der Panele: Einzig ein hoher Baum im Westen trübt im Hochsommer ein wenig das Licht der frühen Abendstunden (welches für die Ertragssituation ohnehin nicht wesentlich ist).

Die 18 Module sind vom Typ "Hua Sheng Solar 250 W" - der Elektriker unseres Vertrauens (EFM Müllner aus Groß-Enzersdorf) dürfte hier günstige chinesische Ware bezogen haben. Beim Wechselrichter (der den Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt) handelt es sich um ein Gerät der Marke/Type "Kostal Piko 4,2".

Kosten und Ertrag unserer Photovoltaikanlage

Für den Kauf der 18 Module haben wir inklusive Montage (und Prüfung bzw. auch inkl. Papierkram) 16.500 Euro bezahlt.

Dazu kamen noch 191 Euro für die Vorbereitungsarbeiten seitens Hauserrichter (Leerverrohrung diesbezüglich bei Neubau unbedingt in Auftrag geben - nachträglicher Einbau kommt fast immer teurer!) und 69 Euro an Behördenkosten (Genehmigungen) in Wien.

Nachdem die Stadt Wien 2012 neue Photovoltaikanlagen noch mit 1.000 Euro pro kWp förderte, konnte man von den Anschaffungskosten immerhin 4.500 Euro abziehen. Mehr Infos zur Anschaffung bzw. Förderung unserer Anlage übrigens unter: Kauf und Förderung Photovolatikanlage

In Summe verblieben somit Anschaffungskosten von 12.260 Euro.

Und genau diese gilt es jetzt einmal wieder langsam reinzukriegen - ein jeder sonnige Tag ist somit eine doppelte Freude für Besitzer von Photovoltaikanlagen...

In der Erstkalkulation gehen wir einmal von einem Eigenverbrauch von ca. 30-35 Prozent aus (was in den ersten Jahren auch ziemlich passte). Der individuelle Eigenverbrauch ist natürlich sehr unterschiedlich: Ist man untertags zu Hause, sind mehrere Personen im Haushalt, wie hoch ist der Energieverbrauch der Haushaltsgeräte, hat man eine Wohnraumlüftung mit Kühlfunktion (wir haben eine, die läuft aber selten), heizt man auch gänzlich oder teilweise mit Strom, wäscht man untertags die Wäsche, wann bzw. wieviel kocht man etc...

Fix ist: Eigenverbrauch geht vor Strom einspeisen ins Netz, wiewohl man natürlich nicht sinnlos Strom verbrauchen sollte.

Denn für eingespeisten Strom erhält man deutlich weniger als man für den Strombezug (der leider weiter erfolgt, da die Anlage ja in den Nachtstunden nichts bzw. in der kalten Jahreszeit sehr wenig produziert) beim Stromanbieter zu zahlen hat.

Wir beziehen (jedenfalls in der Startphase, späterer Wechsel nicht ausgeschlossen) unseren Strom beim Landesversorger Wien Energie (da dieser mit Wärmepumpentarif und Einspeisetarif gar nicht so schlecht liegt) und liefern den Einspeisestrom auch an die Wien Energie ab.

Wien Energie zahlte im Jahr 2012 7,72 Cent (dies auf 10 Jahre garantiert, allerdings -wie ich später merken musste- sehr wohl an den Stromtarif angepasst...) pro eingespeister Kilowattstunde, verrechnet uns aber (inklusive der Netzkosten etc.) ca. 20 Cent pro bezogener Kilowattstunde. Ein ziemlich böser Unterschied, welcher auch in diversen Netzkosten, Abgaben und Steuern begründet ist und auch bei den meisten anderen Anbietern (siehe Linktipps) ähnlich hoch ist.

2013 wurde dann der Strompreis etwas günstiger (17,56 Cent/kWh im Schnitt für den Bezug) - per 1.10.2013 senkte die Wien Energie dann aber auch die Einspeistarife auf 7,4447 Cent/kWh, was in Summe die Anlage zwischenzeitlich weniger rentabel machte. Ob höherer Abgaben und Steuern stieg aber 2013/2014 auch der Durchschnittspreis für das bezogene kWh auf 18,34 Cent/kWh an. 2014/2015 lag dieser Preis dann bei fast unveränderten 18,33 Cent pro kWh, 2015/2016 bei 18,49 Cent.

Per 1.10.2014 wurden die Energiepreise seitens Wien Energie wieder gesenkt - zum gleichen Tag gibt es für's Einspeisen von Photovoltaikstrom leider auch nur mehr 6,5822 Cent/kWh. Ob weiter sinkender Strompreise sank der Einspeisetarif für Sonnenstrom per 1.10.2015 dann auf 6,2567 Cent/kWh und per 1.10.2016 auf 5,9475 Cent/kWh - also auf ca. 1/3 des durchschnittlichen Strompreises.

Sehr wahrscheinlich sind in den nächsten 25 Jahren auch Kosten für die Reparatur bzw. den Austausch des (anfälligen und gar nicht billigen) Wechselrichters - diese Kosten haben wir in der untenstehenden Berechnung noch nicht inkludiert.

Im Restjahr 2012 (inkl. Testbetrieb) gab es einen Ertrag von insgesamt ca. 3.931 Kilowattstunden. Genau 2.537 Kilowattstunden davon wurden eingespeist, 1.394 Kilowattstunden (ca. 35%) selbst verbraucht.

2013 wurden 4.309 kWh produziert, 1.448 (33,6%) davon wurden im Haus selbst verbraucht und 2.861 ins Netz eingespeist, 2014 wurden 4.303 kWh produziert und 1.388 kWh (32,3%) selbst verbraucht bzw. 2.915 kWh eingespeist.

2015 brachte die Sonne 4.481 kWh rein, 1.507 (33,6%) flossen davon in den Eigenbedarf, der Rest (2.974 kWh) ins Netz.

2016 dann im September ein paar (4) Sonnentage "Aussetzer" bei der Anlage: Durch Selbstverschulden haben wir 2 Kabeln beim Wechselrichter zerstört - zum Glück war aber der Wechselrichter nach Austausch der Kabeln wieder funktionsfähig. 4.336 sonnige kWh sollten es 2016 werden, ob vieler Urlaube im Sommer sank der Eigenverbrauch auf 1.283 kWh oder 29,6% - was aber immer noch ein feiner Anteil ist!

Für 2017 rechnen wir mit ca. 4.400 kWh Ertrag, 1.500 kWh davon Eigenverbrauch, 2.900 Einspeisung.

Die Inflation lassen wir in die Kalkulation (noch) nicht einfließen - dafür sind aber auch noch keine zukünftigen Preiserhöhungen (die mit Sicherheit noch kommen werden) beim Strompreis berücksichtigt.

Eine Berechnung im Falle einer aktuellen (also günstigeren) Anschaffung einer Anlage finden Sie übrigens hier: Zahlt sich eine Fotovoltaikanlage aus?

Ertragsrechnung Photovoltaikanlage 4,5 kWp

Jahr - Posten Kosten Ertrag Saldo
2012 - Anschaffungskosten effektiv 12.260 x -12.260
2012 - Ertrag Einspeisen x 196 -12.064
2012 - Ertrag Eigenbedarf x 279 -11.785
2013 - Ertrag Einspeisen x 221 -11.564
2013 - Ertrag Eigenbedarf x 254 -11.310
2014 - Ertrag Einspeisen x 217 -11.093
2014 - Ertrag Eigenbedarf x 255 -10.838
2015 - Ertrag Einspeisen x 196 -10.642
2015 - Ertrag Eigenbedarf x 276 -10.366
2016 - Ertrag Einspeisen x 191 -10.175
2016 - Ertrag Eigenbedarf x 237 -9.938
2016 - Reparatur -100 x -10.038
2017 - Ertrag Einspeisen Prognose x 172 -9.866
2017 - Ertrag Eigenbedarf Prognose x 277 -9.589

Anhand der ersten Schätzungen sieht man schon deutlich: Es wird wohl noch längere Zeit dauern, bis sich die Anlage tatsächlich amortisiert: Bei einem Jahresertrag von ca. 500 Euro (der in den ersten Jahren noch gar nicht erreicht wurde) dauert es nach 2016 noch ca. 20 Jahre (also bis 2036) bis die Investition einmal "verdient" ist - das wären dann ca. insgesamt 25 Jahre...also nicht wirklich ein Geschäft.

Läuft alles normal, sollten die Panele dann aber noch ein paar Jahr brauchbar sein und könnten sogar für einen kleinen Gewinn sorgen. Je länger die Panele halbwegs stabil bleiben, desto höher wird dieser dann auch ausfallen. Wenn da nicht auch noch das Risiko von (durchaus wahrscheinlichen) Reparatur- bzw. Servicearbeiten wäre (läppische 100 Euro ob einer kleinen und selbstverschuldeten Reparatur sind hier aus dem Jahr 2016 schon einmal vorgemerkt)...

Die Anfangsrechnung kann und wird sich natürlich auch noch positiv ändern: Der Jahresertrag liegt unter den angenommenen 4.500 kWh/Jahr (kann sich aber noch in besonders sonnigen Jahren erhöhen) und der (wichtige) Eigenverbrauch kann vielleicht noch (von derzeit ca. 30%) gesteigert werden.

Wenn dann auch noch der Strompreis stärker anzieht als die Inflation (wovon man früher oder später ausgehen kann) und so da vielleicht bald einmal ein Elektroauto oder zumindest ein Plug-In-Fahrzeug in der Garage steht, ist man a la longue sowieso Sieger. Und genau das war auch die eigentliche (kleine) Spekulation der Geldmarie beim Kauf der Photovoltaikanlage gewesen...

Ein wirklich gutes Geschäft ist eine Photovoltaikanlage in dieser Dimension (oder kleiner) aber keinesfalls - lassen Sie sich bitte keine Amoratisationszeiten von 5 Jahren oder ähnlich aufschwätzen und verweisen Sie gegebenenfalls auf die "Schwarz auf Weiß" stehenden Zahlen: So hoch können etwaige Landes- oder Bundesförderungen nämlich gar nicht sein...

Nachdem Sie dieser Tage beim Kauf einer ähnlichen Anlagengröße aber schon deutlich geringere Anschaffungspreise als die Geldmarie vorfinden, wird Ihre individuelle Rechnung mit hoher Wahrscheinlichkeit jedoch schon deutlich günstiger ausfallen. Die Anschaffungspreise für Photovoltaikanlagen sind demnach sehr wichtig für eine rasche Amortisation - an der Qualität der Anlage sollte es aber nicht mangeln!

Laufende Erträge einer 4,5 kWp-Photovoltaikanlage

Hier die Stromerträge unserer Photovoltaikanlage nach Monat und Jahren:

Monat 2012 2013 2014 2015 2016 2017 Wetter/Monat 2012/2013/2014/2015/2016/2017
Jänner x 50 104 102 115 123 x/sehr schlecht/durchschnitt/durchschnitt/gut/sehr gut
Februar x 135 197 230 180 e200 x/sehr schlecht/durchschnitt/gut/schlecht
März x 318 437 354 317 e350 x/durchschnitt/sehr gut/gut/schlecht
April x 486 491 533 472 e490 x/durchschnitt/durchschnitt/sehr gut/schlecht
Mai 626 593 559 510 605 e570 sehr gut/gut/durchschnitt/sehr schlecht/gut
Juni 601 584 659 640 621 e600 durchschnitt/durchschnitt/gut/gut/durchschnitt
Juli 576 716 568 636 609 e610 durchschnitt/sehr gut/durchschnitt/gut/durchschnitt
August 586 544 495 582 555 e540 sehr gut/gut/schlecht/sehr gut/gut
September 420 368 343 406 395 e380 sehr gut/schlecht/sehr schlecht/gut/gut
Oktober 263 295 238 204 213 e280 schlecht/durchschnitt/sehr schlecht/sehr schlecht/sehr schlecht
November 117 121 119 189 151 e150 schlecht/schlecht/schlecht/sehr gut/gut
Dezember 98 99 94 95 101 e100 durchschnitt/durchschnitt/durchschnitt/durchschnitt/gut
Total/Jahr Rumpf 4.309 4.304 4.481 4.336 e4.380
Eigenverbrauch Rumpf 1.448 1.388 1.507 1.283 e1.500
Eigenverbr. % Rumpf 33,6 32,3 33,6 29,6 e34

e=erwartet

Erste Erträge der Photovoltaikanlage

Um Ihnen die Erträge einer Photovoltaikanlage über das gesamte Kalenderjahr transparenter zu machen, haben wir die ersten 2 Jahre Monat für Monat mitgeschrieben:

Schon im Testbetrieb konnte die Anlage an einem schönen April-Tag über 25 kWh erzeugen. Und auch an regnerischen und bewölkten Tagen im Mai dringen ein paar Lichtstrahlen zu den Modulen durch und es konnten ebenso 5 bis 15 kWh Ertrag pro Tag erzielt werden.

Im Mai konnten an sehr schönen Tagen schon bis zu 32 kWh Strom erzeugt werden - 626 kWh (die meisten davon leider eingespeist) übertrafen die Erwartungen sogar. Mal sehen, ob hier in den Sommermonaten noch höhere Erträge einzufahren sind...

Der Juni lief dann eher unter den Erwartungen - viele stark bewölkte Tage ließen die Stromernte eher spärlich ausfallen. An einem komplett bewölkten Junitag wurden z.B. gerade einmal knapp über 4 kWh eingefahren. An ganz heißen Tagen (30 bis 35 Grad im Schatten) wurde der Anlage dann hingegen sogar ein wenig zu heiß und die Erträge bleiben somit an solchen Tagen sogar hinter den Maiwerten zurück. Klare Tage zwischen 20 und 29 Grad waren bisweilen optimal.

Ähnlich auch der Juli 2012 - ein paar extrem heiße Tage und viele Regentage ließen den ersten Hochsommermonat ebenfalls unter dem Maiwert bleiben.

Tolles Wetter im August sicherte Erträge über dem Schnitt - fast nur Sonnentage und kaum Bewölkung sorgten für einen überdurchschnittlichen Ertrag der Photovoltaikanlage. Auch der September 2012 war deutlich besser als der langjährige Durchschnitt bei den Sonnenstunden - fast keine Regentage und wenn doch, zeigte sich auch bald wieder die Sonne.

Mitte Oktober war dann Schluss mit Lustig - Hochnebel und Regentage hielten die Erträge gering - Ende Oktober lag sogar kurz Schnee auf den Modulen. Der schwächste Tag im Oktober brachte gerade einmal 0,36 kWh - wenn zugleich die Heizsaison (die ob vorhandener Luft-Wärme-Pumpe stromintensiv ist) startet, hält sich die Freude über Photovoltaik dann in Grenzen. An schwache Tage muss man sich aber wohl über den Winter gewöhnen...

Im November zeigten Hochnebel und Regen gleich ihre Fratze: 1,2,3,4,2 und 3 kWh Tagesleistung - die Erträge der ersten 6 Tage im Monat November sprechen Bände...

Auch für den Dezember und den Jänner sollte man sich nicht zu viel erwarten - der Hochnebel hat hier im Osten Österreichs Hochsaison. 0,06 kWh Tagesleistung an einem verregneten Nebeltag im Dezember war bisweilen die niedrigste Leistung - war schon fast ein Wunder, dass die Anlage an diesem Tag überhaupt in Betrieb ging. Die schwächste Leistung sollte jedoch im Normalfall der Dezember erbringen - ab Jänner werden die Tage dann schon ein wenig länger (wenn das auch der Hochnebel weiß...).

Im Jänner 2013 waren aber abwechselnd Hochnebel, Wolken und Schneefall angesagt - als es am 14.1. 5-10 cm schneite und der Schnee auf den Modulen liegen blieb, resultierte daraus der bisweilen erste "Nuller" (ein Tag ganz ohne Produktion). Die Anlage versuchte sich zwar mehrfach einzuschalten - für einen Normalbetrieb reichte aber die wenige Strahlung nicht aus. Da es dann in Sachen Schnee noch deutlich dicker kam und abgesehen von den oft schneebedeckten Modulen auch noch die Sonne ziemlich ausblieb, war der Jänner nicht mehr zu retten. 50 kWh Ertrag sind absoluter Minusrekord.

So sich nicht noch eine gröbere Schneedecke auf die Module legt, wird der Februar jedoch schon besser - die Tage werden länger und das Wetter sollte sich auch leicht bessern. Das trat dann nur teilweise ein - ein paar weitere Schneefälle und sehr trübes Wetter (der Winter 2012/2013 geht als sonnenärmster Winter seit 130 Jahren in die Geschichte ein) versauten auch den Februar ziemlich.

Im März sollte es dann aber mit den Erträgen wieder steil bergauf gehen - so schlecht kann das Wetter gar nicht sein. Sehr wohl war es sehr kalt und gab sogar etwas Schnee bis zum Monatsende - die Sonnentage (die im März deutlich länger dauern) waren aber durchaus zufriedenstellend.

Ab April sollte dann bei Photovoltaikanlagen so richtig die Post abgehen - der April 2013 startete allerdings eher flau. Der Winter zeigte 2012/2013 seine Krallen. Eine längere Wärmephase mit viel Sonne brachte den April dann aber noch in den positiven Bereich.

Eher schwach dann der Mai 2013 - ein paar sonnige Tage wurden durch viel Bewölkung und Regen abgelöst: Ein unterdurchschnittlicher Monat.

Der Juni 2013 fing gleich ziemlich katastrophal an: Dauerregen (der Hochwassermonat!) bzw. viel Bewölkung verhinderte schon in den ersten Tagen des Monats ein brauchbares Ergebnis. Ein schwacher Mai und ein schwacher Juni deuten leider jetzt schon auf ein schlechtes Jahresergebnis hin.

Der Juli 2013 war hingegen absolut top: Dauersonne brachte ein neues Rekordergebnis (716 kWh), welches wohl so rasch nicht überboten werden wird...

Der August legte ähnlich los, ein paar Regentage am Ende brachten dann aber nur ein überdurchschnittliches Ergebnis. Im September gab es anfangs ein paar schöne Tage, dann waren die Sonnentage aber eher rar und die Erträge blieben hinter den Erwartungen.

Der Oktober 2013 war dann ziemlich normal und im November war wieder der Hochnebel häufig Spielverderber und der Dezember 2013 fiel dann wieder im Rahmen der Erwartungen aus.

Die weiteren Monate finden Sie weiter oben in der Tabelle gelistet.

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Zuletzt verändert: 31. 01. 2017, 12h08