CMS Login

Die Geldmarie

Das unabhängige Finanzportal

Tipps und Tricks rund um die Marie

DenizBank AT Tagesgeld Std 728x90

Rubriken

Einkommensteuer


Einkommensteuer in Österreich

Wer einen Wohnsitz bzw. einen gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich hat, ist einkommensteuerpflichtig. Besteuert wird jeweils das oder die Einkommen (es kann jemand auch mehrere Einkommen haben) eines Kalenderjahres. Während man das Steueraufkommen aus nichtselbständig Erwerbstätigkeit in Österreich zumeist als Lohnsteuer tituliert (die Lohnsteuer ist eine Art der Einkommensbesteuerung), spricht man bei selbständig tätigen Personen in der Regel von der Einkommensteuer.

Die Einkommensteuer für das abgelaufene Kalenderjahr wird vom Steuerpflichtigen bis 30.4. des Folgejahres (bei elektronischer Erklärung bis 30.6) mittels Einkommensteuererklärung an das zuständige Finanzamt gesendet. Formulare und Infos dazu siehe Linktipps am Ende dieser Seite.

Je nach Vorauszahlungshöhe der Einkommensteuer im betreffenden Jahr folgt dann eine Nachzahlung bzw. Gutschrift für das Vorjahr. Hat man im Vorjahr mehr verdient als im Jahr zuvor, wird man mit einer Nachzahlung rechnen müssen. Auch die Vorschreibungen für das aktuelle Jahr werden dann höher. Bei geringen Einkünften gibt es eine Gutschrift und die Vorauszahlungen werden auch niedriger angesetzt. Ausnahme: Wenn sich Steuersätze bzw. Berechnungsgrundlagen (höhere Absetzbeiträge, Werbekosten etc.) stark ändern.

An dieser Stelle ein Tipp für Selbständige: Legen Sie sich im ersten vollen Geschäftsjahr ca. 50% der Gewinne für die Einkommensteuer und die Sozialversicherung beiseite. Aufgrund der geringeren Einschätzung folgen im nächsten Jahr nämlich mit einiger Sicherheit hohe Nachzahlungen - insbesondere die Höhe der Sozialversicherung ist ob der späten Nachzahlungen (auch im 3. und 4. Jahr) oft ziemlich unangenehm. Ihr Steuerberater (soweit vorhanden) kann Ihnen das sehr leicht ausrechnen - bei den Linktipps finden Sie gleichfalls ein Berechnungsprogramm.

Bei zusätzlichen Einkünften von mehr als 730 Euro (Stand 2010, 2011, 2012, 2013, 2014) pro Jahr müssen auch nichtselbständige Erwerbstätige (=Angestellte, Arbeiter) unbedingt eine Einkommensteuererklärung abgeben. Beantragen Sie hiefür (soweit nicht schon vorhanden) via formlosen Schreiben an das zuständige Finanzamt eine Steuernummer.

Wenn Sie ausschließlich Einkünfte aus freien Dienstverträgen oder Werkverträgen bis maximal 11.000 Euro pro Jahr erzielen, müssen Sie keine Einkommensteuererklärung abgeben.

Die 7 einkommensteuerpflichtigen Einkunftsarten:

  1. Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit
  2. Einkünfte aus selbständiger Arbeit
  3. Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb
  4. Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft
  5. Einkünfte aus Kapitalvermögen
  6. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
  7. Sonstige Einkünfte

Berechnung Einkommensteuer

Einkommen Euro Berechnungsformel Grenzsteuersatz
bis 11.000 Keine Steuer 0%
11.000 bis 25.000 (Einkommen - 11.000) mal 5.110 dividiert durch 14.000 36,50%
25.000 bis 60.000 (Einkommen - 25.000) mal 15.125 dividiert durch 35.000 plus 5.110 43,2143%
über 60.000 (Einkommen - 60000) mal 0,5 + 20.235 50%

Stand 2014, gültig ab 1.1.2009

Berechnungsbeispiele Einkommensteuer:

Einkommen 20.000 Euro: 20.000 minus 11.000 = 9.000 x 5.110 / 14.000 = 3.285 Euro.
Das wären hier 16,43% vom Einkommen.

Einkommen 31.000 Euro: 31.000 minus 25.000 = 6.000 x 15.125 / 35.000 = 2.592,86 Euro plus 5.110 Euro = 7.702,86 Euro.
Das wären demnach 24,85% vom Einkommen.

Der Grenzsteuersatz ist die maximal möglichen Prozentsätze innerhalb einer Einkommensgruppe. Er gibt den Prozentsatz der Besteuerung bei einem zusätzlichen Einkommen an (Infos - siehe Link unten). Im Regelfall liegen die Steuern aber klar unter dem jeweiligen Grenzsteuersatz.

Die Sätze der Einkommensteuer entsprechen übrigens den Sätzen der Lohnsteuer (identer Begriff).

Seit 1.1.2010 gibt es übrigens in Sachen steuerlicher Begünstigung auch für Selbständige eine Art "13. und 14. Monatsgehalt". Ein automatischer Gewinnfreibetrag von 13% des Einkommens (bis 30.000 Euro) wird bei der Berechnung der Einkommensteuer positiv (für den Steuerzahler) berücksichtigt. Dieser muss nicht gesondert beantragt werden und ist auch nicht mehr an den Erwerb von bestimmten Wertpapieren gebunden.

Geldmarie-Linktipps:

Facebook
Zuletzt verändert: 02. 01. 2014, 15h22